Fest etabliert – Der BPI in Europa

Dass Europapolitik immer wichtiger wird hat der BPI früh erkannt und 2008 als einziger deutscher Pharmaverband ein Büro in Brüssel eingerichtet. Mittlerweile haben wir uns fest auf europäischer Ebene etabliert. Diverse Veranstaltungen mit Europaparlamentariern und Kommissionsvertretern in Brüssel und in Deutschland haben den BPI bei den europäischen Entscheidungsträgern und Verbänden längst als kompetenten Ansprechpartner bekannt gemacht.
Der BPI wird dabei vor allem aber nicht ausschließlich als Sprachrohr der mittelständisch geprägten pharmazeutischen Industrie wahrgenommen. Wir sind bei wichtigen Anhörungen der Kommission mit dabei, positionieren uns zu den Gesetzgebungsverfahren  und vertreten die Mitgliederinteressen bei den europäischen Institutionen.
Nähe ist dabei Trumpf. Wir sind konstant vor Ort erreichbar, können zeitnah agieren und reagieren und tauschen uns eng mit europäischen Verbänden und Institutionen aus. Mit unseren BPI-Kollegen in Berlin sind wir in ständigem Kontakt und bringen die europäische Perspektive in die Verbandsausschüsse auf nationaler Ebene ein.
Der Verband engagiert sich außerdem aktiv bei EUCOPE, einer Vereinigung standortgebundener Inhaber und Geschäftsführer pharmazeutischer Unternehmen.

Aktuelle Themen

Nachfolgend finden Sie die Themen, die momentan besonders in unserem Fokus stehen. Wenn Sie gerne mehr über unsere Aktivitäten in den genannten Bereichen erfahren möchten, so kontaktieren Sie uns gerne.

Analyse des pharmazeutischen Systems in Europa

Die niederländische Ratspräsidentschaft rief die Kommission und Mitgliedstaaten dazu auf, die Ausgewogenheit der Arzneimittelsysteme in der EU zu verstärken. Dieser angestoßene Prozess umschließt Diskussionen um den Zugang zu Arzneimitteln sowie die verschiedenen Anreize für die Industrie. Das Brüsseler Büro beteiligt sich aktiv an den Diskussionen und bringt so die Interessen der mittelständischen pharmazeutischen Industrie auch auf die europäische Bühne.

Arzneimittelfälschungen

Die 2016 veröffentlichte und in Kraft getretene delegierte Verordnung (EU) 2016/161 ist ab 2019 bindend für alle Mitgliedstaaten und ergänzt die Richtlinie 2001/83/EG. In Deutschland wurde bereits 2013 das erfolgreiche System securPharm eingeführt und erprobt.

Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union

Am 29.03.2017 reichte Theresa May der Europäischen Union gegenüber das Austrittsgesuch Großbritanniens ein. Das Brüsseler Büro hält die Mitglieder des BPI e.V. ständig über aktuelle Ereignisse, wie  die Austrittsverhandlungen und den Umzug der Europäischen Arzneimittelagentur, auf dem Laufenden.

Health Claims Verordnung

Die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln (sog. Health Claims) ist bereits 2006 verabschiedet worden. Jedoch stellen erhebliche zeitliche Verzögerungen bei der Bewertung einzelner Health Claims ein Hindernis für die vollständige Durchführung der Verordnung dar. 2015 wurde von der Kommission der Fahrplan für ein Konsultationsverfahren veröffentlicht, deren Ergebnis gegebenenfalls zu einer Überarbeitung der Verordnung führen könnte. Die Position des BPI finden Sie hier.

Medizinprodukte Verordnung

Am 5.04.2017 verabschiedete das Europäische Parlament die neue Medizinprodukte Verordnung, welche auch stoffliche Medizinprodukte betrifft. Hinzukommend werden noch 32 durchführende und 11 delegierte Rechtsakte erwartet.

Quecksilberverordnung

Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben die Minamata Konvention zum Abbau der Nutzung von Quecksilber in europäisches Recht festgeschrieben. Das BPI Büro Brüssel war maßgeblich daran beteiligt die Therapievielfalt und somit Produktion und Herstellung von homöopathischen und anthroposophischen Arzneimitteln sicherzustellen.