Was ist das Grüne Rezept und wie ist es entstanden?

Das Grüne Rezept ist ein offizielles Dokument, das im Aufbau dem roten Kassenrezept entspricht und auf dem Ärzte nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel verordnen können. Damit bindet das Grüne Rezept rezeptfreie Arzneimittel in ein ärztliches Gesamtkonzept mit ein.

Nachdem die nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel im Rahmen des GKV -Modernisierungsgesetzes ab dem 01. Januar 2004 aus der Kassenerstattung herausgefallen sind, haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der Deutsche Apothekerverband ( DAV ), der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) und der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) auf die Bereitstellung des Grünen Rezeptes verständigt. Es sollte der weitgehenden Ausgrenzung der nicht rezeptpflichtigen Arzneimittel aus der gesetzlichen Krankenkassenerstattung entgegen wirken und eine Möglichkeit für die Weiterverordnung dieser Arzneimittel durch die Ärzte schaffen.

Ab dem 01. Januar 2012 rückt das Grüne Rezept noch mehr in den Fokus, da mit Inkrafttreten des GKV -Versorgungsstrukturgesetzes die Möglichkeit für gesetzliche Krankenkassen für die Erweiterung ihrer Satzungsleistungen auf nicht verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige Arzneimittel besteht. Für die Erstattung von OTC -Arzneimitteln im Rahmen von Satzungsleistungen können die Kassen von ihren Patienten die Vorlage eines Grünen Rezeptes verlangen.