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SecurPharm

Pharma Kodex Sonderband 2016/2017

Pharma Kodex 2016

Pressemitteilung vom 09.05.2017 Nachricht vom 09.05.2017


Hintergrund Arzneimittelsicherheit

12 Fakten über Medikamente, die Sie garantiert noch nicht wussten

Wussten Sie, dass Arzneimittelverpackungen mit Echtheitsmerkmalen wie UV-Farben, oder DNA-haltigen Farbstoffen gesichert werden? Diese und viele weitere erstaunliche Fakten über Arzneimittel zeigen, dass die Pharmaindustrie alles tut, um Fälschungen aus der legalen Lieferkette rauszuhalten. Hier sind die wichtigsten:

  1. Im vergangenen Jahr hat es gerade einmal 14 Verdachtsmeldungen zu Arzneimittel-Manipulationen beziehungsweise -fälschungen gegeben. Davon hat sich kein einziger Verdachtsfall bestätigt.
  2. Die tägliche Anwendung eines Arzneimittels wird kontinuierlich überwacht. Unternehmen müssen regelmäßig Sicherheitsberichte bei den Zulassungsbehörden vorlegen. Ändert sich die Risikoeinschätzung eines Medikaments, werden kurzfristig Maßnahmen ergriffen und etwa Indikationen eingeschränkt oder besondere Überwachungsmaßnahmen angeordnet.
  3. Es gibt wenige Branchen, in denen die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität eines Produktes so engmaschig überwacht wird wie in der Arzneimittelbranche. Dafür sorgen Gesetze, aber auch die Pharmaindustrie selber.
  4. Jede eingehende Zulieferung von Vorprodukten, Wirkstoffen, Hilfsstoffen oder Fertigarzneimitteln wird von den Pharma-Unternehmen auf Echtheit und Qualität geprüft, bevor diese zu einem Arzneimittel zusammengeführt werden.
  5. Die gesamt Lieferkette, von Wirkstoffproduktion bis hin zur Verpackung wird überprüft. Dazu sind die Unternehmen verpflichtet. Alle Prüfergebnisse werden archiviert und bei Kontrollen den Behörden vorgelegt.
  6. Pharma-Unternehmen statten ihre Arzneimittelverpackungen mit Echtheitsmerkmalen aus. Das kann durch UV-Farben, DNA-haltige Farbstoffe, Hologramme, Mikroschriften oder changierende Elemente geschehen.
  7. Ab Februar 2019 müssen alle Packungen in der EU so beschaffen sein, dass sie nicht unbemerkt geöffnet werden können. Bei  starken Schmerzmitteln etwa ist das unerlaubte Öffnen schon heute nicht möglich.
  8. Im Beipackzettel eines Medikaments steht, woher es stammt. Jeder Patient soll wissen, woher sein Arzneimittel kommt.
  9. Zukünftig geht ein Alarm los, wenn in der Apotheke ein falsches Medikament auftaucht. Ab Februar 2019 tragen nämlich alle verschreibungspflichtigen Medikamente einen Data Matrix Code, damit in der Apotheke per Scan direkt die Echtheit geprüft werden kann. Die Initiative securPharm testet derzeit das System in mehreren hundert Präsenz-Apotheken.
  10. Alle Beteiligten in der Arzneimittelversorgung gehen gemeinsam gegen Fälscher vor. Pharma-Unternehmen, Großhandel, Apotheken, Behörden haben sich dafür untereinander vernetzt, damit kein Fälscher durchs Netz geht.
  11. Zwielichtige Internetapotheken sind potentielle Quellen für Fälschungen. Händler, die Ihnen ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezept anbieten, schieben Ihnen sehr wahrscheinlich eine Fälschung unter.
  12. Apotheken ziehen mehr als sechs Millionen Stichproben pro Jahr, um die Qualität der Arzneimittel zu überprüfen.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Rund 240 Unternehmen mit ca. 70.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Ihr Ansprechpartner: Julia Richter, Tel. 030/27909-131, jrichter@bpi.de 

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