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Pressemitteilung vom 03.08.2017 Nachricht vom 03.08.2017


Tabletten: Wenn schon teilen, dann richtig

Tausende Tabletten werden in Deutschland täglich geteilt, meistens um die Einzeldosis zu verringern. Oder damit ganz junge oder alte Patienten sie besser schlucken können. Aber Vorsicht: „Manche Tabletten dürfen nicht geteilt werden, da sie sonst nicht mehr richtig wirken“, erklärt Dr. Matthias Wilken, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „Das gilt insbesondere für magensaftresistente Tabletten oder solche mit verzögerter Wirkung. Fragen Sie daher immer Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie Ihre Tablette teilen dürfen.“ Unser Experte hat fünf Tipps für Sie zusammengestellt, damit beim Teilen nichts schiefgeht:

Tipp 1: Kerbe ist nicht gleich Kerbe

Es gibt neben Bruchrillen auch sogenannte Schmuckrillen. Aus diesem Grund dürfen Sie nicht jede Tablette einfach teilen, wenn sie eine Einkerbung aufweist. Im Zweifel kann Ihr Apotheker weiterhelfen.

Tipp 2: Nicht lange liegen lassen

Wenn eine Tablette geteilt wird, sollte dies erst kurz vor der Einnahme geschehen, da äußere Einflüsse die Wirksamkeit der Tablette beeinflussen können. Das gilt auch für Tabletten die ausdrücklich geteilt werden dürfen. Geteilte Tabletten sollten nicht lange aufbewahrt werden.

Tipp 3: Tablettenteiler nutzen

Gerade für alte und kranke Menschen kann es zu schwer sein, eine Tablette von Hand gleichmäßig zu teilen. Nutzen Sie daher besser einen speziellen Tablettenteiler, um Ihre Tablette möglichst genau und mit wenig Kraftaufwand in zwei gleichgroße Teile zu teilen.

Tipp 4: Der Therapie treu bleiben

Auch wenn es manchmal schwerfällt eine Tablette zu teilen: Bleiben Sie Ihrer Therapie treu. Lassen Sie sich von jemandem helfen, bevor Sie von der ärztlich verschriebenen Dosis abweichen oder die Therapie unterbrechen.

Tipp 5: Beim Arzt nachfragen

Wenn Sie Probleme mit dem Zerteilen von Tabletten haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Dieser kann Ihnen gegebenenfalls Tabletten mit niedrigerer Dosis verschreiben, die dann nicht mehr geteilt werden müssen.

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Hinweis: Die Verwendung des Fotos ist unter der Quellenangabe Shutterstock / adriaticfoto und in Verbindung mit der Pressemeldung honorarfrei.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der Pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Rund 250 Unternehmen haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Ihr Ansprechpartner: Andreas Aumann, Tel. 030/27909-123, aaumann@bpi.de

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