Die Parteien zur Arzneimittelpolitik

Der BPI hat sich im Vorfeld der Bundestagswahl an alle im Bundestag vertretenen Parteien gewandt und zehn Fragen der Pharmazeutischen Industrie übersandt. Alle Parteien haben geantwortet.

Im Vorfeld von Wahlen ist es möglich, sich mit konkreten Fragen („Wahlprüfsteine“) an die Parteien zu wenden. Die Antworten fallen erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich aus. Teilweise sind die Antworten konkret, teilweise eher allgemein und ausweichend. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass nicht zu allen Fragen eine konkrete, kommunizierbare Position jeder Partei vorliegt.

Die Fragen zur Wahl sind zusätzlich eine Möglichkeit, wichtige Probleme aus Sicht der Industrie bei den Parteien erneut zu platzieren. Dabei ist eine Beschränkung auf zehn Fragen und möglichst einfache Sachverhalte notwendig.

Der BPI hat zu folgenden Themen gefragt:

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

1. Preise und Kosten

Seit drei Jahren sind die Preise für festbetragsfreie Arzneimittel auf dem Stand von 2009 eingefroren und zusätzlich um 10 % gekürzt. Dieses „SonderopferPharma“ läuft zum Jahreswechsel aus. Welche Maßnahmen zur Kostensteuerung planen Sie ab 2014 für festbetragsfreie Arzneimittel? weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

2. Rabattverträge

Krankenkassen nehmen „Rabatte“ von nahezu 100 Prozent. Das heißt: Um am Markt zu bleiben, müssen Hersteller ihre Produkte fast verschenken. DieFolge: Die industrielle Basis in Deutschland ist brüchig geworden. Die Versorgung ist in Gefahr. Welche Perspektive hat die Generika-Industrie inDeutschland... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

3. Sicherheit mit Augenmaß

Die Industrie bekennt sich vorbehaltlos zu einem hohen Niveau an Sicherheit und Qualität. Der „Aktionsplan für Arzneimitteltherapiesicherheit“ des BMG entwickelt sich jedoch zu einer Bühne für überzogene, unsinnige und wirtschaftlich gerichtete Interessen. Die Apotheker wollen zum Beispiel... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

4. Corporate Governance im G-BA

Die Kassen entscheiden im G-BA über die Rahmenbedingungen ihrer eigenen Verhandlungen: Zuerst entscheiden Sie „unparteiisch“ über den Zusatznutzen eines neuen Arzneimittels. Dann nutzen sie den selbst gesteckten Rahmen – parteiisch – für die Verhandlungen mit dem Hersteller. Diese Ämterhäufung ist... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

5. Austausch in der Apotheke

Seit 2010 können Arzneimittel in der Apotheke ausgetauscht werden, auch wenn die Zulassung für den konkreten Fall fehlt. Hauptsache billig. Dieses Geschenk an die Kassen-Lobby hat nicht nur eine Lücke in den Verbraucherschutz gerissen. Durch die sozialrechtliche Entwertung der Zulassung fehlt... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

6. Innovationen ohne faire Verhandlungen

Ein Konstruktionsfehler im AMNOG hat dazu geführt, dass Deutschland zur NO GO AREA für bestimmte Arzneimittel geworden ist. Der Grund: Verweigert der G-BA das Zusatznutzen-Label (z.B. aus formalen Gründen), dann darf das Ergebnis der anschließenden „Verhandlung“ höchstens auf dem Niveau der... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

7. Nutzenbewertung: Einbindung medizinischer Fachgesellschaften

Die Zukunft eines neuen Arzneimittels in Deutschland hängt vom Ergebnis der Nutzenbewertung ab. Zentraler Bestandteil der Nutzenbewertung ist der Vergleich mit dem medizinischen Standard („zweckmäßige Vergleichstherapie“). Zunächst muss festgelegt werden: Was ist die zweckmäßige Vergleichstherapie?... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

8. Daten in der Forschung

Die Gesellschaft erwartet von Arzneimittelherstellern Forschung in vielerlei Hinsicht. In der klassischen F&E sollen neue Arzneimittel (weiter-) entwickelt werden. In der Versorgungsforschung soll der Einsatz bereits zugelassener Arzneimittel im Echtbetrieb untersucht werden. In beiden... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

9. Emanzipation besonderer Therapierichtungen

Die Arzneimittel-Richtlinien behandeln die Arzneimittel der Komplementärmedizin quasi als Arzneimittel zweiter Klasse – nachrangig zu einem allopathisch/chemischen Arzneimittel. Dies schafft Probleme in der Versorgung; viele Anwendungsmöglichkeiten bleiben ungenutzt. Wollen Sie die... weiter »

Pressemitteilung vom 22.08.2013 Nachricht vom 22.08.2013

10. Lieferengpässe

Seit über einem Jahr klagen Krankenhäuser über Lieferengpässe bei einzelnen Arzneimitteln. Bisher haben diese Lieferengpässe noch nicht zu Versorgungslücken geführt. Damit dies so bleibt, muss die pharmazeutische Industrie gestärkt werden. Planen Sie Maßnahmen, um die Produktion auf europäischem... weiter »

Die Antworten sind zur Veröffentlichung bestimmt. Eine Weiterleitung an Interessierte ist daher möglich.