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  • 2011-11 BPI-Pressedienst Dezember2011  (755 K)
  • Aids im Jahr 2011: Eine behandelbare Krankheit

    Quelle: GILEAD Sciences

    In der ersten Ausgabe berichten wir anlässlich des Welt-Aids-Tages am
    1. Dezember 2011 darüber, welchen Beitrag Medikamente bei der Bekämpfung der immer noch unheilbaren Krankheit Aids leisten und was sich in der HIV-Forschung tut. Wird man den Virus eines Tages besiegen können?

    Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen,

    Ihr BPI-Presseteam

    Pressedienst Arzneimittel vom 23. November 2011

    In der ersten Ausgabe berichten wir anlässlich des Welt-Aids-Tages am
    1. Dezember 2011 darüber, welchen Beitrag Medikamente bei der Bekämpfung der immer noch unheilbaren Krankheit Aids leisten und was sich in der HIV-Forschung tut. Wird man den Virus eines Tages besiegen können?

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    Ihr BPI-Presseteam

    ++ „Wir müssen uns wieder dem Ziel der Heilung hinwenden“ ++

    Prof. Dr. Jürgen Rockstroh, Foto: Uniklinik Bonn

    Der Internist und Aids-Experte Prof. Dr. Jürgen Rockstroh spricht im Interview mit dem Pressedienst Arzneimittel über die großen Fortschritte und Herausforderungen in der Aids-Forschung, über innovative Ansätze bei der Impfstoffsuche und neue Wege bei der Aufklärung.

    PD Arzneimittel: Herr Professor Rockstroh, wir stehen kurz vor dem Weltaidstag 2011 und auch nach Jahrzehnten ist Aids immer noch nicht heilbar, tritt die Forschung auf der Stelle oder gab es Fortschritte?

    Prof. Dr. Rockstroh: Es gibt aus Sicht des Forschers eine ganze Menge an positiven Entwicklungen, dazu gehört natürlich zum einen die Behandelbarkeit der Infektion und die fast normale Lebenserwartung. Und dann gibt es seit ungefähr anderthalb Jahren wieder eine Forschungsinitiative die sagt, jetzt wo wir sozusagen Aids in eine chronische Krankheit gewandelt haben, müssen wir uns wieder dem Ziel der Heilung zuwenden. Hier gibt es zumindest erste gentherapeutische Ansätze, die andeuten, dass wir Fortschritte machen werden, die uns dem Ziel Heilung näher bringen – nicht heute, nicht morgen aber in den kommenden Jahren.

    PD Arzneimittel: Wie hat sich denn das Leben von HIV-Infizierten durch die verbesserten Therapiemöglichkeiten verändert?

    Prof. Dr. Rockstroh: Ich glaube, da gibt es positive und negative Dinge: Das eine ist, dass Menschen, die schon lange HIV-positiv sind, die miterlebt haben, wie viele ihrer Partner und Freunde gestorben sind, sich auf einmal in einer behandelbaren Situation wiederfinden. Sie sind gerettet, haben aber ihr Umfeld verloren und müssen sich wieder neu in den Alltag einfinden, sich integrieren, eine neue Arbeit suchen. Da spielen auch rein psycho-soziale Aspekte eine gewisse Rolle. Anders ist die Situation für die Neuinfizierten. Wer sich zum Beispiel heute mit 35 Jahren infiziert, hat vor Ausbruch der Aids-Krankheit noch eine Lebenserwartung von ungefähr 73 Jahren. Vor allem, wenn man die Therapie ohne Symptome beginnt, ergibt sich für den Betroffenen in der Regel ein fast normales Leben, abgesehen davon, dass täglich Tabletten eingenommen werden müssen. Aber auch hier ist ein großer Fortschritt erreicht worden, mit Fixdosenkombinationen aus nur einer Tablette am Tag. Das macht es natürlich einfacher. Aber chronisch krank zu sein, immer Medikamente einzunehmen, das ist eine Herausforderung, die über Jahrzehnte ihre kleinen Probleme mit sich bringt.

    PD Arzneimittel: Immer wieder hört man von Durchbrüchen bei der Suche nach einem Impfstoff und dann ist der Impfstoff beim Menschen doch nicht so umsetzbar, wann ist es soweit?

    Prof. Dr. Rockstroh: Richtig, man hat immer wieder das Gefühl, dass spätestens zum Weltaidstag jemand aufsteht und sagt, ich habe einen Impfstoff. Wenn man sich aber die Ergebnisse der Impfstudien anschaut, muss man feststellen: von drei größeren Studien beim Menschen haben zwei keinen positiven Effekt gezeigt und eine hat eine Absenkung des Transmissionsrisikos um 39 Prozent ergeben. Diese letzte Studie hat also zumindest einen signifikanten Unterschied gezeigt, an den viele geglaubt haben. Es hat also schon einmal einen Impfstoff gegeben, der in die richtige Richtung ging. Trotzdem war uns klar, dass wir einfach noch keinen richtigen Impfstoffkandidaten gefunden haben, wir mussten zurück ins Labor und uns noch einmal damit beschäftigen. In den letzten Jahren ist uns dabei Einiges gelungen, was vielleicht auch gar nicht so sehr die Weltöffentlichkeit erreicht hat. So konnten wir zum Beispiel viel vom Immunsystem der sehr wenigen Menschen lernen, die auf wundersame Weise mit dem HI-Virus im Körper gut zurecht kommen und nicht an Aids erkranken. Sie bilden ganz bestimmte Antikörper, bei denen wir uns fragten, ob man sie nicht kopieren und als Impfstoffkandidaten verwenden könnte. In diesem Zusammenhang wurde uns klar, dass wir nicht nur einen Impfstoff brauchen, der die Bildung von Antikörpern oder eine zelluläre Immunantwort auslöst, sondern eine Kombination aus beidem. So können wir mit allen Waffen, die wir haben - im Sinne eines am besten wirksamen Impfstoffes - gemeinsam losschlagen. Es tut sich also eine ganze Menge, auch wenn wir noch nicht sagen können, im nächsten Jahr startet ein neuer, vielversprechender Impfstoffkandidat. Das wird sicherlich eher eine Sache von Jahren. Trotzdem ist gerade in der Basiswissenschaft viel aufgedeckt worden, was für die Entwicklung besserer Kandidaten hilfreich ist.

    PD Arzneimittel: Stichwort Prävention: Die 80er Jahre waren die Jahre der Aufklärung mit großen Kampagnen, die aufgerüttelt haben. Heute hat man manchmal den Eindruck, dass sich gerade bei den jüngeren Menschen eine gewisse Sorglosigkeit eingeschlichen hat. Sehen Sie das auch so?

    Prof. Dr. Rockstroh: Sicherlich hat HIV/Aids etwas von seinem Schrecken, von seinem medialen Schrecken verloren. Das ergibt sich einfach daraus, dass die Menschen heute an Aids erst einmal nicht sterben, sondern sie behandelbar sind. In einer US-Umfrage wurden Männer, die mit Männern Sex haben, zum Umgang mit HIV befragt. Ein Drittel von ihnen, darunter viele aus den jüngeren Altersgruppen gab an, dass sie auch schon mal das Kondom weglassen oder Sex mit dem Gefühl haben, wenn es wirklich passiert, dass wir uns anstecken sollten, dann können wir auch behandelt werden. Dieses Wissen um die Behandelbarkeit ist sicherlich ein Aspekt, der die veränderte Wahrnehmung von HIV und Aids mit sich bringt. Aber es gibt noch andere Gründe: Gesellschaft verändert sich, Sexualität verändert sich, und es gibt auch Leute, die sich persönlich nicht angesprochen fühlen, für die das einfach zu weit weg ist. In den 80er Jahren waren die Präventionsbotschaften vom Anblick der vielen sterbenden Menschen gekennzeichnet, heute muss sich die Prävention z.B. über das Internet in ihrer Sprache und Darstellung an unsere Zeit anpassen, wir müssen andere Wege gehen, um jüngere Menschen zu erreichen.

    PD Arzneimittel: Wesentlicher Teil der Prävention ist ein HIV-Test. Gibt es da Hoffnung, dass ihn noch mehr Menschen machen oder ist das gar nicht notwendig, da wir eine große Durchdringung in der Bevölkerung haben?

    Prof. Dr. Rockstroh: Ich glaube, das ist die größte Herausforderung, die wir auf europäischer Ebene haben. Rund 50% der Europäer, die HIV haben, kennen ihre Diagnose gar nicht, schützen sich nicht und können HIV weitergeben. Prävention ist hier schwierig, auch weil in einigen europäischen Ländern mit der HIV-Diagnose häufig eine Stigmatisierung, eine Kriminalisierung, verbunden ist. Vielen ist außerdem der Zugang zu Medikamenten verschlossen und damit ist der Anreiz, zum Test zu gehen, geringer. Auch in Deutschland muss man davon ausgehen, dass gut ein Drittel der Betroffenen die Diagnose erst bekommt, wenn im Grunde genommen schon eine symptomatische HIV-Erkrankung oder Aids vorliegt, also viel zu spät. Auch die breiten Testangebote - gerade an Bevölkerungsgruppen mit erhöhtem Risikoverhalten - haben das nicht wirklich verändern können. Hier liegt die große Herausforderung für die Fachgesellschaften, auf europäischer aber auch auf nationaler Ebene. Aktuell geht es zum Beispiel darum, wie man Mediziner anderer Fachgruppen, Gynäkologen, Hautärzte oder  Allgemeinmediziner besser aufklären kann, bei welchen Indikator-Erkrankungen an Aids zu denken ist. Dazu gehört, dass man beispielsweise bei der Gürtelrose eben auch einen HIV-Test macht, wenn ein jüngerer Patient vor einem sitzt und ähnliche Dinge. Gerade die Aidshilfen sind bei der Verbesserung des Testangebots ein großartiger Partner, weil sie auch niederschwellige Angebote machen. Durch die Früherkennung wollen wir erreichen, dass HIV-Infizierte früher therapiert werden, denn wenn man damit erst beim Ausbruch von Aids beginnt, ist die Lebenserwartung bereits wesentlich geringer.

    PD Arzneimittel: Herr Professor Rockstroh, wir danken Ihnen für das Gespräch.

    Das Interview führte Joachim Odenbach, BPI-Pressesprecher

    Prof. Dr. Jürgen Rockstroh ist Professor für Innere Medizin und Leiter der HIV-Ambulanz an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität Bonn. 2007 wurde er zum Präsidenten der Deutschen AIDS-Gesellschaft gewählt. Seit 2009 ist er Mitglied des Vorstands der Europäischen AIDS-Gesellschaft.

    ++ Interview Audio-Mitschnitte ++

    ++ Kleine HIV-Medikationsgeschichte: ++

    Quelle: GILEAD Sciences GmbH

    1983, Frankreich: Luc Montagnier, Francoise Barré-Sinussi und ihre Forschungsgruppe vom Pasteur Institut arbeiten fieberhaft  an der Entschlüsselung von Retroviren, die ihr gefährliches Erbgut auf menschliche Zellen übertragen. Endlich gelingt ihnen der Durchbruch. Das HI-Virus wird identifiziert, kurze Zeit später gelingt dies auch dem amerikanischen Forscher Robert Gallo. Mit dem gewonnenen Wissen lässt sich schon bald ein erster Test zum Nachweis des Erregers entwickeln. Ein Medikament zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit ist aber noch in weiter Ferne. Die Krankheitsfälle häufen sich, in den USA sind Ende 1983 nach Angaben des US-Gesundheitsministeriums CDC bereits über 1200 Menschen an Aids gestorben.

    1987, USA: Das HIV-Medikament Azidothymidin (AZT) wird von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zugelassen. Es gehört zu den sogenannten Nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI). Diese blockieren ein Enzym, mit dessen Hilfe das HIV-Virus sein gefährliches Erbgut so umwandelt, dass es sich im Körper vermehren kann. Das Medikament wird anfangs in hohen Dosen verabreicht und verursacht starke Nebenwirkungen wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Erbrechen oder Blutarmut. Auch treten vermehrt Resistenzen auf.

    1994, USA: Der PCR-Test (polymerase chain reaction), mit dem man HI-Viren feststellen und  den Krankheitsverlauf kontrollieren kann, setzt sich durch. Die Grundlage dafür legte der amerikanische Biochemiker, Nobelpreisträger Kary Banks Mullis, bereits in den 80er Jahren mit seiner Entdeckung der Polymerase-Kettenreaktion.

    1995, USA: Fortschritte in der Medikation: ein neues HIV-Präparat kommt auf den Markt. Es handelt sich um einen Proteasehemmer, der bestimmte Proteinbausteine blockiert und so die Bildung neuer HI-Viren hemmt. Die Proteasehemmer werden in vier Generationen weiterentwickelt und sind bis heute im Einsatz.

    1995, USA: Der erste nichtnukleosidische-Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) kommt auf den Markt. Das Medikament hemmt wie die NRTI ebenfalls bestimmte virale Enzyme, jedoch noch gezielter und effektiver.

    1995, USA: Ein  Meilenstein im Kampf gegen Aids: Die HochAktive AntiRetrovirale Therapie (HAART) wird eingeführt. HIV-Patienten können von nun an mit einer Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen behandelt werden: zwei NRTI mit einem NNRTI oder zwei NRTI mit einem Proteasehemmer. Aids kann zwar immer noch nicht geheilt werden, die Vermehrung der HI-Viren lässt sich aber besser verhindern und ihr Ansteckungsrisiko durch Senkung der Viruslast verringern. Das Leben mit der Krankheit wird durch die neue Methode erträglicher und die Sterberate geht signifikant zurück. Nach Untersuchungen des britischen Forschers Krishnan Bhaskaran ist sie seit 1996 in zehn europäischen Ländern sowie Australien und Kanada in den ersten fünf Jahren nach der Infektion um 94 Prozent zurückgegangen. Krishnan Bhaskaran (Clinical Trials Unit-Forschungsinstitut in London) et al.: Bd. 300, S. 51)

    2003, USA: Neuer Wirkungsansatz: Der erste Fusionshemmer wird zugelassen. Das Medikament stoppt nun nicht mehr die Vermehrung des Virus, sondern verhindert bereits vorher, dass der HI-Virus überhaupt in die menschliche Zelle eindringen und sich vervielfältigen kann. So wird das Verschmelzen der Virushülle mit der Zellmembran unterbrochen. Das Medikament wird nur beim HIV-Typ 1 angewandt, der häufiger auftritt und bei dem die Krankheit in der Regel schneller verläuft als bei HIV-Typ 2.

    2007, Europa: Mehr Lebensqualität: Die Wuropäische Zulassungsbehörde EMA lässt die erste fixe Dreifachkombination zu. HIV-Patienten kommen täglich mit einer Tablette aus, die zu einer festen Zeit eingenommen wird. Aids ist immer noch unheilbar, das Leben mit der Krankheit ist aber erträglicher geworden und die Therapie mit weniger starken Nebenwirkungen verbunden.

    ++ Daten&Fakten ++

    Trotz deutlich verbesserter Therapien ist Aids bis heute unheilbar. Nach aktuellen Angaben im Jahresbericht des UN-Programms gegen Aids (UNAIDS) leben weltweit 34 Millionen Menschen mit dem HI-Virus.

    Aktuell: Laut UNAIDS-Bericht starben 2010 1,8 Millionen Menschen weltweit an Aids, im Jahr 2006 waren es noch 2,2 Millionen Menschen. Auch die Zahl der Neuinfektionen gehe weltweit zurück. In Deutschland infizierten sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) im laufenden Jahr 2011 etwa 2.700 Menschen (2.250 Männer und 450 Frauen) mit HIV, zuvor lag die Zahl noch bei etwa 3.000 Menschen (RKI 2011).

    Medizinischer Fortschritt und höhere Lebenserwartung: Das durchschnittliche Sterbealter der als verstorben gemeldeten HIV/Aids-Patienten in Deutschland lag im Jahr 1991 bei etwa 40 Jahren, im Jahr 2005 lag es bereits bei 48 Jahren. Ein wichtiger Grund für die höhere Lebenserwartung sind die Mitte der 90er neu eingeführten Wirkstoffe und Kombinationstherapien für HIV-Infizierte. (Quelle: RKI 2007)

    Lancet-Studie zu weltweiter Mortalität und HIV in insgesamt 187 Ländern: Die weltweite Mortalität ist heute um rund 26 Prozent niedriger als noch vor 40 Jahren, als die ersten bekannten Aids-Fälle auftraten. Dennoch zeigen sich große regionale Unterschiede. (Quelle: The Lancet 2010)

    Unbehandelt verläuft HIV tödlich: Mit steigender Viruslast nehmen die CD4-tragenden Immunzellen ab. CD4 ist ein Zellmerkmal auf der Oberfläche der T-Helferzellen, das für den Krankheitsverlauf wichtig ist. Vor Einführung der hochaktiven antiretroviralen Behandlung verstarben HIV-Infizierte in hoch entwickelten Ländern meist innerhalb von 8-15 Jahren nach ihrer Ansteckung. (Quelle: Hoffmann, Rockstroh 2009)
     
    Späte Diagnose: In vielen Fällen wird HIV erst spät entdeckt. Die Grafik zeigt die anteilige Verteilung des Abstands zwischen HIV-Diagnose und Aids-Erkrankung in Jahren bei Aids-Erkrankungen, die nach dem 1.1.2004 diagnostiziert und gemeldet wurden, nach HIV-Transmissionsrisiko. MSM: Männer, die mit Männern Sex haben, IVD: Menschen, die intravenös Drogen konsumieren, Hetero: Heterosexuelle, HPL: Menschen, die aus Hochprävalenzländern stammen, d.h. es gibt dort sehr viel Infizierte in der allgemeinen Bevölkerung.

    ++ Wussten Sie eigentlich dass … ++

    • der ehemalige südafrikanische Präsident Thabo Mbeki noch im Jahr 2000 bestritt, dass es sich bei Aids überhaupt um eine Krankheit handelt?
    • etwa 1 Prozent der Europäer aufgrund eines Gendefekts nahezu unerreichbar für das AIDS-Virus sind?
    • Hella von Sinnen als Kassiererin beim Aids-TV-Spot mit Ingolf Lück (1990) ursprünglich rufen sollte „Rita, wat kosten die Kondome?“ Aus Rücksichtnahme auf die damalige Gesundheitsministerin Rita Süssmuth wurde dann aber der Name Tina verwendet.
    • im Jahr 1990 in der DDR 133 HIV-Infizierte registriert waren, während es laut Statistik zur gleichen Zeit  in der BRD 42.000 Betroffene gab?
    • der New Yorker Maler Frank Moore, Erfinder der roten Solidaritätsschleife, im Jahr 2002 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung verstarb?
    • die erste Aids-Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung  im Jahr 1985 an 27 Millionen Haushalte in der BRD  verteilt wurde?
    • etwa 70 Prozent der HIV-Übertragungen weltweit durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr erfolgen?
    • der amerikanische Pianist Liberace seinen Vertrauten 120.000 Dollar Schweigegeld zahlte, damit sie nach seinem Ableben geheim hielten, dass er an AIDS verstorben war?
    • aktuell in der AIDS-Therapie mehr als 20 Substanzen existieren, die verschieden kombiniert werden können? Noch im Jahr 1991 stand mit Azidothymidin nur ein einziger Stoff zur Verfügung.
    • der ehemalige Basketball-Superstar Earvin „Magic“ Johnson, der sich Anfang der 90er Jahre mit HIV infizierte, ein Buch über Safer Sex geschrieben hat?
    • in der Ukraine aktuell rund 1,6 Prozent der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert sind? In Deutschland sind es rund 0,1 Prozent der Bevölkerung, in Japan 0,01 Prozent.
    • die afrikanische Grüne Meerkatze, eine Affenart, sowohl den Aids-Erreger als auch Antikörper dagegen im Blut haben kann? Die Tiere bleiben gesund, können den Virus aber auf andere Primaten und Menschen übertragen.

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