18.02.2019 | Pressemeldung Innovationen brauchen Rückenwind

Die Regierungsfraktionen haben die Innovationskraft des Mittelstandes erkannt – und wollen Forschung und Entwicklung (F&E) steuerlich fördern. Der Finanzausschuss des Bundestages berät heute über die richtigen Maßnahmen. Dazu Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI): „Innovationen brauchen Rückenwind. Steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen in Ergänzung zur Projektförderung versetzt die vor allem hierzulande mittelständisch geprägte Pharmaindustrie in die Lage, Ideen, Entdeckungen und Projekte in die Anwendung zu bringen.“

Anlass für die öffentliche Anhörung im Finanzausschuss ist unter anderem der von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Entwurf eines „KMU-Forschungsförderungsgesetzes“, sowie der Vorschlag der FDP-Fraktion zur Einführung einer Forschungsförderung mittels Steuergutschrift. Die Stärke der Wirtschaft liege in der Innovationskraft der Unternehmen, heißt es in dem FDP-Antrag, der zudem betont, dass die Innovationsaktivitäten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) seit etwa eineinhalb Jahrzehnten rückläufig seien. Bestehende Förderinstrumente wie die Projektförderung mit direkten Mitteln würden nicht ausreichen.

„KMU sind tatsächlich häufig Grundlage für innovative Ideen, die später mit Hilfe größerer Firmen, die die Expertise und die wirtschaftliche Grundlage für die Entwicklung von Produkten haben, zur Marktreife gebracht werden“, so Dr. Kai Joachimsen. „Von einer Innovations-Förderung sollten sinnvoller Weise KMU, jedoch mindestens auch sogenannte MidCaps, also Unternehmen mit bis zu 3.000 Mitarbeitern, profitieren.“

Der BPI setzt sich dafür ein, alle F&E-treibende Unternehmen steuerlich zu unterstützen. Würde die Maßnahme „nur“ für KMU eingeführt, wäre bei der Evaluierung sicherlich mit einem relativ kleinen Effekt bei der Steigerung der F&E-Ausgaben zu rechnen. Und Deutschland benötigt die Investitionen in Innovationen der Gesamtwirtschaft, um das von der Bundesregierung vorgegebene Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2025 3,5 Prozent des BIP in F&E zu investieren.

 

Hinweis: Die Verwendung des Fotos ist unter der Quellenangabe BPI/Steinheisser und in Verbindung mit der Pressemeldung honorarfrei.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Kontakt: Julia Richter (Pressesprecherin), Tel. 030 27909-131, jrichter(at)bpi(dot)de