11.04.2017 | Ratgeber Klebt und wirkt: Fünf Tipps bei der Anwendung von Wirkstoffpflastern

Patientin mit Wirkstoffpflaster (Quelle: Shutterstock/Image Point Fr. Die Verwendung des Fotos ist unter Angabe der Quelle und in Verbindung mit der Pressemeldung honorarfrei).

Arzneimittel, die kleben? Gibt´s nicht, gibt es nicht: So genannte transdermale Pflaster enthalten Wirkstoffe, die über die Haut in den Körper gelangen. Sie werden zum Beispiel bei der Schmerztherapie, zur Hormonbehandlung oder in der Raucherentwöhnung eingesetzt.

„Wirkstoffpflaster müssen wie alle Medikamente achtsam angewandt werden“, mahnt Dr. Matthias Wilken, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „Halten Sie sich daher immer an die Vorgaben Ihres Arztes oder Apothekers und an die Angaben in der Packungsbeilage.“

Für die richtige Anwendung von Wirkstoffpflastern hält der Experte fünf Tipps parat:

Tipp 1 – Die richtige Stelle
Auf welche Hautstelle das Pflaster geklebt werden sollte, hängt vom enthaltenen Wirkstoff ab. Grundsätzlich gilt: Damit der Wirkstoff optimal über die Haut aufgenommen werden kann, sollte das Pflaster auf eine fettfreie, saubere, unbehaarte und gesunde Hautstelle geklebt werden.

Tipp 2 – Der richtige Wechsel
Muss das Pflaster gewechselt werden, sollte das neue Pflaster nicht wieder auf dieselbe Stelle geklebt werden. So werden Hautirritationen vermieden. Wie häufig Sie ihr Pflaster wechseln müssen, erfahren Sie von Ihrem Arzt.

Tipp 3 – Die richtige Temperatur
Eine zu hohe Hauttemperatur kann die Wirkstoffaufnahme unerwünscht beeinflussen. Vermeiden Sie deshalb „Risikofaktoren“ wie Wärmflaschen, Sommerhitze oder die heiße Badewanne. Auch bei Fieber ist besondere Vorsicht geboten.

Tipp 4 – Die richtige Lagerung
Lagern Sie transdermale Pflaster außerhalb der Reichweite von Kindern und nicht in der Nähe von gängigen Wundpflastern.

Tipp 5 – Die richtige Entsorgung
Auch gebrauchte Pflaster enthalten noch Wirkstoffmengen. Damit niemand auf die dumme Idee kommt, das Pflaster zu „recyceln“, kleben Sie das Pflaster am besten zusammen und entsorgen Sie es über den Hausmüll.

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Rund 240 Unternehmen mit ca. 70.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Ihr Ansprechpartner: Andreas Aumann, Tel. 030/27909-123, aaumann(at)bpi(dot)de