19.03.2019 | Pressemeldung Spurenstoffdialog: Ausgewogene Maßnamen nutzen Umwelt und Patienten

Mit geeigneten Maßnahmen lässt sich der Eintrag von Spurenstoffen ins Gewässer vermindern. Ein Ergebnispapier mit entsprechenden Empfehlungen für eine „Spurenstoffstrategie des Bundes“ haben Experten von Wasserwirtschaft, Kommunen, Bundesländern, Zivilgesellschaft, Industrie und Anwendern in einem Stakeholder-Dialog erarbeitet und heute dem Bundesministerium für Umwelt übergeben. Die Pharmaverbände BAH, BPI, Pro Generika und vfa haben daran mitgewirkt.

Das Papier sieht Maßnahmen zu Wasch- und Pflanzenschutzmitteln, Arzneistoffen und anderen Chemikalien aus landwirtschaftlichem wie privatem Gebrauch vor, die bei Gewässeranalysen in Spuren gefunden wurden. Dass ein Spurenstoff mit moderner Analytik nachweisbar ist, sagt noch nicht, ob das ein Risiko für Mensch und Umwelt bedeutet oder nicht. Im Sinne der Vorsorge sehen die Stakeholder aber unter anderem vor, den unnötigen Eintrag von Arzneistoffen ins Wasser zu reduzieren, ohne den Einsatz von Medikamenten im Bedarfsfall zu behindern. Unstreitig ist die medizinische Notwendigkeit, dass der Bevölkerung Medikamente für Therapie und Vorbeugung zur Verfügung stehen müssen.

Die Verbände BPI, BAH, vfa und Pro Generika bilanzieren: Die im Stakeholder-Dialog vereinbarten Maßnahmen zu Arzneimitteln sind geeignet, zugleich Vorsorge für die Umwelt zu treffen und den Patienten optimale Therapiemöglichkeiten zu erhalten.

Im Sinne der Herstellerverantwortung kooperieren Pharmaverbände und -unternehmen schon seit Jahren mit kommunalen Partnern, um die richtige Entsorgung unverbrauchter Medikamente zu fördern: Sie sollen nicht länger in Toilette oder Waschbecken gekippt werden. Dieses Engagement soll weiter ausgebaut werden. Auch Initiativen zur Entsorgung bestimmter schwer abbaubarer Röntgenkontrastmittel sind vorgesehen.

Pharmaunternehmen erhöhen auch stetig den Anteil gut biologisch abbaubarer Medikamente: So ist mittlerweile schon jedes zweite neue Arzneimittel ein hochwirksames Biopharmazeutikum auf Proteinbasis. Dazu zählen auch Biosimilars, also Nachbildungen biopharmazeutischer Originalmedikamente.

Der seit November 2016 geführte Stakeholder-Dialog zu Spurenstoffen hat auch dazu beigetragen, das Verständnis der verschiedenen Stakeholder füreinander zu erhöhen – so das einhellige Fazit der vier Pharmaverbände.

Die Ergebnisse des Dialogs finden Sie hier.

Kontakte

BPI: Andreas Aumann, Tel 030 279 09 123, aaumann(at)bpi(dot)de

vfa: Dr. Rolf Hömke, Tel. 030 20604-204, r.hoemke(at)vfa(dot)de

BAH: Christof Weingärtner, Tel. 030 3087596-127, weingaertner(at)bah-bonn(dot)de

Pro Generika: Bork Bretthauer, Tel. 030 816160910, bretthauer(at)progenerika(dot)de

 

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 44 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittel­marktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung.

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitglieds­unternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiter beschäftigen. Das Aufgabenspektrum des BAH umfasst sowohl die verschreibungs­pflichtigen als auch die nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel sowie die stofflichen Medizinprodukte.

Pro Generika ist der Verband der Generika- und Biosimilar­unter­nehmen in Deutschland. Pro Generika vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Generika und Biosimilars entwickeln, herstellen und vermarkten. Durch den Einsatz von Generika und Biosimilars werden im Gesundheitssystem wichtige finanzielle Ressourcen eingespart – bei gleichbleibend hoher Qualität der Arzneimittelversorgung. Generika und Biosimilars sorgen damit für nachhaltigen Zugang der Patienten zu modernen Arzneimitteln.

Hinweis: Die Verwendung des Fotos ist unter der Quellenangabe Shutterstock/Irina Kozorog und in Verbindung mit der Pressemeldung honorarfrei.