30.03.2022 10:00 - 13:00 Uhr
AKG e.V – Zusammenarbeit mit Patienten(organisationen). Was ist erlaubt bei gemeinsamen Veranstaltungen, Werbeauftritten, Social Media und Patienten-Supportprogrammen?

Am 30. März 2022 findet in der Zeit von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr das Seminar „Zusammenarbeit mit Patienten(organisationen). Was ist erlaubt bei gemeinsamen Veranstaltungen, Werbeauftritten, Social Media und Patienten-Supportprogrammen?" statt.

Referent/in:

RAin Elisabeth Engels,
Rechtsanwältin AKG e.V.

Dr. Mathias Klümper,
Rechtsanwalt bei Lützeler | Klümper Partnerschaft von Rechtsanwälten

Der AKG-Kodex Patientenorganisationen verpflichtet die Mitgliedsfirmen zur Einhaltung klarer Regeln, die eine transparente und neutrale Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen sicherstellen sollen.

Patientenorganisationen geben der Industrie eine wichtige Hilfestellung, indem sie Einblicke in das Leben mit einer Krankheit vermitteln und Probleme aufzeigen, die sich den Patienten und ihren Angehörigen stellen. Nur eine neutrale und transparente Zusammenarbeit zwischen Patienten, Patientenorganisation, Ärzten und Unternehmen kann die beste Therapie für den Patienten gewährleisten.
Bei vielen Mitgliedsunternehmen hat sich die Intensität der Zusammenarbeit mit POen in den letzten Jahren erhöht. Neben der Vermittlung von Wissen rund um die Prävention, Entstehung und Behandlung von Erkrankungen geht es auch um den Austausch von Erfahrungen.

Für den Informationsaustausch und die Öffentlichkeitsarbeit sind Kommunikationskanäle wie Social Media, Patientenforen, Podcasts in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt. Doch gerade bei virtuellen Kommunikationskanälen gibt es im Vergleich zu den klassischen offline Kanälen andere Vorgaben und Fallstricke.

Aber auch für die Unterstützung von Patientenveranstaltungen und den Firmenauftritt im Rahmen des Sponsorings geben das HWG und der Patientenkodex des AKG wertvolle Hilfestellungen. Die Teilnehmer/innen erhalten auch einen umfassenden Überblick über die Umsetzung in der Praxis, insbesondere die Vertragsgestaltung unter Einhaltung der Neutralitätspflichten.

Eine weitere für viele Pharmaunternehmen wichtige Form der Unterstützung zum Wohle der Patienten stellen Patienten-Support-Programme dar. Da diese bislang noch nicht gesondert gesetzlich geregelt sind, gibt es bei den Aufstellungen und dem Angebot, Vorgaben aus verschiedenen Rechtsgebieten zu beachten.

Wollen oder können gerade chronisch erkrankte Patienten vorgegebene Therapiepläne (insbesondere die Behandlung durch Arzneimittel) nicht oder nur unzureichend einhalten (mangelhafte Therapietreue) kann das unter Umständen auf Patientenseite zu negativen gesundheitlichen Folgen führen. Um das zu vermeiden, bieten Arzneimittelhersteller oder externe Dienstleister Serviceleistungen durch PSP an, um die Compliance und Adhärenz von Patienten zu steigern.

Dadurch, dass bei solchen Maßnahmen private Anbieter, insbesondere die Pharmaunternehmen selbst, (auch) im eigenen Interesse agieren, gilt es rechtliche Fallstricke zu erkennen und zu vermeiden. Denn im Gesundheitsbereich sind Werbung, Beeinflussung, Empfehlungen oder sonstige Vorteilsgewährungen nur unter ganz bestimmten Rahmenbedingungen zulässig.

Die Referenten stellen die Grenzen der regelkonformen Zusammenarbeit aus der Industriesicht dar und zeigen Möglichkeiten und Wege für eine erfolgreiche Zusammenarbeit anhand von Fallbeispielen auf. Der Workshop soll den Teilnehmern/innen die Möglichkeit bieten, Sicherheit und vertiefte Kenntnisse in der Anwendung der geltenden Regeln aus erster Hand zu erwerben.

Hinweis: Seminar ist geplant als Online-Veranstaltung.

Kosten: 550,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Katharina Böhme, Tel. 030 3001909-30, boehme@akg-pharma.de)