Anthroposophische Medizin

Anthroposophische Medizin

Anthroposophische Medizin ist eine ganzheitliche Therapieform. Das bedeutet, dass Krankheit als individueller Prozess verstanden wird, der den Menschen in seiner Gesamtpersönlichkeit betrifft. Sie unterstützt die natürliche Fähigkeit des Menschen, Krankheiten selbst zu überwinden, indem sie die Selbstheilungskräfte des Patienten anregt. Die Therapierichtung wird nach festgelegten Regeln in der Praxis individuell angewandt und mit modernen wissenschaftlichen Methoden kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Therapierichtung der Anthroposophischen Medizin blickt auf eine lange Tradition zurück. Sie basiert auf der Annahme, dass sich Krankheit und Gesundheit nicht auf einzelne Ursachen reduzieren lassen, sondern die Ursachen in dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren liegen. Insofern sind Anthroposophische Arzneimittel individuell wirksam und gut verträglich sind. Ergänzend zu anderen Therapien leisten sie einen großen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität.

Die Grundlagen der Anthroposophischen Medizin

Der ganzheitliche Ansatz dieser Medizinrichtung berücksichtigt nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische und geistige Ebene des kranken Menschen und fördert so umfassend den Heilungsprozess entsprechend einem ganzheitlichen Menschenbild.

Die Anthroposophische Medizin ist eine der bedeutendsten integrativen Therapierichtungen in ganz Mitteleuropa. Weltweit wird sie in über 80 Ländern praktiziert und im Rahmen von Forschungsprojekten weiterentwickelt. Zu den Anthroposophischen Arzneimitteln gehören sowohl homöopathisch potenzierte als auch konzentrierte pflanzliche Mittel und solche, die nach speziellen Verfahren hergestellt werden. Die ausschließlich natürlichen Rohstoffe und Ausgangsmaterialien sind entweder mineralischen, metallischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Zahlreiche Heilpflanzen kommen aus dem biologisch-dynamischen Anbau oder aus zertifizierten Wildsammlungen.

Wie sind die regulatorische und erstattungsrechtlichen Rahmenbedingungen für Anthroposophika?

Anthroposophische Medikamente unterliegen den Regelungen des deutschen und europäischen Arzneimittelrechts; sie sind zugelassen oder registriert. Die arzneimittelrechtlichen Regelungen werden konkretisiert und ergänzt durch das Europäische Arzneibuch, das Deutsche Homöopathische Arzneibuch sowie den Anthroposophisch-Pharmazeutischen Kodex. Die Arzneimittelqualität und die Herstellungsverfahren entsprechen den aktuellen EU-Standards für die pharmazeutische Industrie.

Wegen ihrer sehr guten Verträglichkeit sind Anthroposophische Arzneimittel mit wenigen Ausnahmen nicht verschreibungspflichtig. Die Gesetzliche Krankenkasse erstattet sie bei Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sowie bei Erwachsenen in besonderen Fällen.

Die zu über 90 Prozent mittelständisch geprägten, pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland führen ihre Arzneimittel mit Tradition und Expertise in die Zukunft. Hochmoderne Fertigungsanlagen und hochspezialisierte Mitarbeiter sind die tragenden Elemente. Ziel ist es, mit ganzheitlichen, wirksamen und verträglichen Therapien einen entscheidenden Beitrag für ein effizientes und bezahlbares Gesundheitswesen zu leisten. Ihre „Made in Germany“ Medikamente sind überwiegend apothekenpflichtig und genießen großes Vertrauen in Fachkreisen und bei Patienten.