Positionen

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Der BPI bringt sich aktiv in die gesundheitspolitische Debatte ein und bezieht regelmäßig Stellung zu Gesetzesvorhaben sowie zur Arzneimittelpolitik in Deutschland und Europa. Hier finden Sie unsere Positionspapiere.

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Wer bei der Basishygiene spart, riskiert höhere Kosten für Behandlung und Pflege

Mit dem geplanten Pflege-Neuordnungsgesetz (PNOG) soll der Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel eingeschränkt und in ein pauschales Entlastungsbudget überführt werden. Gemeinsam mit vier weiteren Verbänden warnt der BPI: Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und weitere Produkte der Basishygiene sind keine beliebigen Unterstützungsleistungen, sondern unverzichtbar für den Infektionsschutz in der häuslichen Pflege. Der zweckgebundene Sachleistungsanspruch muss deshalb erhalten und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden: für mehr Patientensicherheit, stabile häusliche Pflegesituationen und zur Vermeidung vermeidbarer Folgekosten.

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Freie Wissenschaft – Erfolgreiche Wirtschaft – Starkes Deutschland

Führende Wissenschaftsorganisationen und Wirtschaftsverbände, darunter der BPI als Vertretung der pharmazeutischen Industrie, setzen sich in einem gemeinsamen Positionspapier dafür ein, Wissenschaftsfreiheit wirksam zu schützen und zu stärken.

Ihre zentralen Empfehlungen zeigen auf, wie Deutschland seine offene Gesellschaft, seine Innovationsfähigkeit und damit seine Zukunft im Wohlstand sichern kann. Denn im internationalen Wettbewerb um Technologien, Talente und Wertschöpfung wächst der Druck – zugleich bedrohen wissenschafts- und demokratiefeindliche Kräfte die Freiheit der Forschung und der damit verbundenen Wertschöpfung im Innovationssystem: Exzellente Wissenschaft und innovative Unternehmen sind entscheidend für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität in Deutschland.

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BPI: Konzeptionsvorschlag für eine gesetzliche Standortklausel in § 130a SGB V

Der BPI setzt sich für eine Standortklausel ein, die gezielt Investitionen in die pharmazeutische Produktion und resiliente Lieferketten in Deutschland unterstützt. Entscheidend ist aus Sicht des BPI, dass die Entlastung vom zusätzlichen Herstellerabschlag an konkrete Investitionen und nicht an einzelne Arzneimittellisten geknüpft wird. So können auch mittelständische Unternehmen, Nischenprodukte, Orphan Drugs und erstattungsfähige OTC-Arzneimittel berücksichtigt und wichtige Produktionsstrukturen in Deutschland langfristig gesichert werden.

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BPI-Sicherheitsstrategie - Weckruf für Versorgungssouveränität

Die Versorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Gütern ist längst kein rein gesundheitspolitisches Thema mehr, sondern eine Frage nationaler und europäischer Sicherheit. Die geopolitische Lage, fragile Lieferketten und neue Handelskonflikte haben das Gesundheitswesen und insbesondere die Arzneimittelversorgung in eine strategische Abhängigkeit geführt, die in einer Welt multipler Krisen unmittelbare Konsequenzen für die Patientinnen und Patienten, den Bevölkerungsschutz, Streitkräfte und nicht zuletzt die Handlungsfähigkeit des Staates nach sich zieht.

Der BPI hat eine Sicherheitsstrategie vorgelegt und steht bereit, gemeinsam mit Politik, Behörden, Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Selbstverwaltung ein integriertes Sicherheitskonzept für die Arzneimittelversorgung zu entwickeln, das Prävention, Produktion und Bevorratung und Versorgung nahtlos verbindet.

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Studienstandort-Barometer – 2. Edition zum Pharmadialog

Das Studienstandort-Barometer zeigt an, wie es um Deutschland als Standort für industrielle klinische Arzneimittelstudien steht und welche Erwartungen die Branche für die kommenden zwölf Monate hat. Es basiert auf einer Umfrage von 37 Pharmaunternehmen und CROs. Der BPI hat gemeinsam mit dem BVMA und dem vfa die neuen Ergebnisse der 2. Edition des Studienstandort-Barometers veröffentlicht – und stellt sie zum Download bereit. 

Gleichzeitig legen die Verbände aktualisierte Handlungsempfehlungen („2.0“) vor, wie die klinische Forschung in Deutschland gestärkt werden kann. Denn Deutschland droht im internationalen Wettbewerb weiter an Boden zu verlieren – für eine echte Wende bleibt nur wenig Zeit. Während andere Länder gezielt Forschungsfreundlichkeit ausbauen, bremsen hierzulande Bürokratie, Fachkräftemangel und zersplitterte Zuständigkeiten die Innovationskraft. Erste gesetzliche Signale reichen nicht: Gefordert ist eine echte Standortoffensive – politisch gewollt, strategisch gesteuert und wirksam umgesetzt.

Ergebnisbericht der Initiative Gute Gesundheit 2030

Das vom BPI initiierte Bündnis „Gute Gesundheit 2030“ startete Mitte 2024 einen breiten, partizipativen Prozess, um für die zentralen Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems konkrete, umsetzbare Lösungen aus dem System heraus zu entwickeln. 
Am Tag der Gesundheitsversorgung am 13. November 2025 übergab die Initiative den erste Ergebnisbericht 2025 an die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Handlungsfelder, die sich im ersten Schritt als die entscheidenden Stellschrauben für eine nachhaltige und wirksame Modernisierung herauskristallisiert haben: Prävention, Digitalisierung, Innovation und Finanzierung.

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Eine Biobank-Plattform für Deutschland

Dänemark, Finnland und Großbritannien haben es vorgemacht: Institutionenübergreifende, serviceorientierte Biobanken eröffnen neue Dimensionen für den Zugang zu Gesundheitsdaten und humanen Bioproben. Auch Deutschland schlägt diesen Weg ein: Die Etablierung einer „Nationalen Biobank“ wurde als Grundlage für Präventions-, Präzisions- und personalisierte Medizin im Koalitionsvertrag verankert. 

Die Grundvoraussetzungen sind gegeben: Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) haben das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und das German Biobank Network (GBN) ein starkes Fundament gelegt. Das NUM vereint seit 2020 alle 37 Universitätsklinika und hat Strukturen für standortübergreifende Forschung geschaffen. Das GBN hat 43 akademische Biobanken deutschlandweit vernetzt, Standards zur Qualitätssicherung eingeführt und einen „Sample Locator“ (samplelocator.bbmri.de) entwickelt. Als „National Node“ der europäischen Forschungsinfrastruktur BBMRI-ERIC treibt das GBN auch den internationalen Austausch im Biobanking voran. 2025 wurden NUM und GBN zusammengeführt – ein optimaler Ausgangspunkt für den Ausbau zu einer Biobank-Plattform für Deutschland. Mit einem zentralen „One-Stop-Shop“ für Forschende und Industrie wird diese den Zugang zu hochwertigen Daten und Proben erheblich beschleunigen. Sie wird zugleich für außeruniversitäre Partner wie die Fraunhofer-Biobankstrukturen offenstehen und so weitere zukunftsweisende Perspektiven für die technologische Weiterentwicklung eröffnen.

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POSITIONSPAPIER Blutplasmaprodukte – Versorgung weiterhin nicht ausreichend gesichert!

Die Versorgung mit lebenswichtigen Blutplasmaprodukten ist zunehmend gefährdet. Denn der Bedarf an diesen essenziellen Arzneimitteln steigt schneller als die in Deutschland mit Hilfe von Spendern gesammelte Plasmamenge. Eine Allianz aus verschiedenen Industrie- und Patientenverbänden, die im Plasmasektor aktiv sind, macht daher deutlich, wie dringend konkrete politische Lösungen für eine sichere Versorgung Deutschlands und der EU mit Blutplasmaprodukten erforderlich sind. Dazu zählen unter anderem eine Steigerung der Zahl von Spenderinnen und Spendern durch Motivationskampagnen sowie Anpassungen am bestehenden Meldesystem zur Erkennung von Versorgungsengpässen mit Blutplasmapräparaten. 

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Verbändeübergreifendes Positionspapier: Die harmonisierte Einstufung von Ethanol als CMR-Substanz muss gestoppt werden

Der BPI und andere Verbände der Gesundheitsindustrie blicken mit großer Sorge auf das Ethanol-Biozid-Einstufungsverfahren der Europäischen Chemikalienagentur. Im gemeinsamen Positionspapier begründen wir, warum die unsachgemäße und unverhältnismäßige Einstufung von Ethanol als CMR-Stoff gestoppt werden muss.

Cross-association position paper: The harmonised classification of ethanol as a CMR substance must be stopped

The BPI and other health industry associations are very concerned about the European Chemicals Agency's ethanol biocide classification procedure. In our joint position paper, we explain why the inappropriate and disproportionate classification of ethanol as a CMR substance must be stopped.