25.01.2018 | Gute Nachricht Schluckbeschwerden: Schrittinnovationen helfen

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Der Mensch schluckt 600 bis 2.000 Mal pro Tag: Essensbisse, Flüssigkeit oder einfach nur Speichel wird aus dem Mund in die Speiseröhre befördert. Doch Schlucken ist ein komplexer Mechanismus, bei dem zahlreiche Muskeln und Nerven zusammenarbeiten müssen – und das fällt vor allem alten Menschen nicht immer leicht. Pharmazeutische Unternehmen haben das im Blick und entwickeln bewährte Wirkstoffe in fester Tablettenform schrittweise weiter, etwa als Pflaster oder Tropfen.

Bis zu 50 Prozent aller Altenheimbewohner und 84 Prozent der Demenzerkrankten leiden unter Schluckstörungen. Neben dem Essen bereitet ihnen auch die Einnahme von Tabletten Probleme: Sie kann zu Würgereiz und Verschlucken führen. Insgesamt verzichtet jeder zehnte Patient mit Schluckstörungen auf die Einnahme des Medikaments. Besonders bei Patienten mit schwerer Demenz wäre aber der Verzicht auf ihre Arzneimitteltherapie fatal. Die Darreichungsformen eines Wirkstoffs hat daher eine große Bedeutung für eine gute Versorgung.

Eine gute Nachricht also, dass zum Beispiel Medikamente die die gestörten Botenstoffe Glutamat und Acetylcholin von Demenzerkrankten positiv beeinflussen und helfen, demenzbedingte Verhaltensstörungen wie Aggressivität und Wahnvorstellungen zu minimieren, nicht nur in Kapselform, sondern auch als hochdosiertes Pflaster verordnet werden können. Und Arzneimittel, die die schädlichen Auswirkungen von Glutamat an den Rezeptoren verändern, und dafür sorgen, dass Lernsignale wiedererkannt werden können sind auch als Tablettenform zugelassen, die nur einmal am Tag eingenommen werden muss.

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