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Apotheker sollen beraten, nicht Niedrigstpreispolitik betreiben

Der BPI unterstützt das System der inhabergeführten Apotheke wegen der dort möglichen Beratung der Patientinnen und Patienten und der Sicherstellung einer hochwertigen Pharmakotherapie. Dieser Rolle und Bedeutung werden Apotheker aber nicht gerecht, wenn sie sich ausschließlich als Erfüllungsgehilfen für eine Niedrigstpreisgarantie anbieten.
Deshalb fordert der BPI, dass sich die Beratung in den Apotheken ausschließlich an den individuellen Umständen des einzelnen Patienten orientieren muss. Die vom Arzt verordnete Pharmakotherapie muss auf diese individuelle Situation optimal angepasst werden. „Die angestoßene Debatte lässt aber den Schluss zu, dass der Apotheker durch die angebotene Boni nicht mehr das Patientenwohl im Auge haben könnte, sondern nur die kostengünstigste Therapie“ erklärte Joachim Odenbach, Pressesprecher des BPI. Die Forderung der GEK, Mittel aus dem Gesundheitsfonds für Versorgungsforschung bereitzustellen, unterstützt der BPI. Dies wäre ein längst überfälliger Schritt. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie / Anthroposophie und Pharma-Dienstleister. Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de