Arzneimittelsektor vor neuer Regulierungswelle - Gemeinsame Kritik der Pharmaverbände am Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform
Das geplante GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz sorgt, in krassem Widerspruch zu seinem Namen, nicht für Deregulierung, sondern erhöht die Regelungsdichte im Arzneimittelsektor weiter. In der Konsequenz steigen die administrativen Belastungen der Unternehmen und ihr Engagement in Forschung und Entwicklung wird beeinträchtigt. Auch gesundheitspolitisch sind die neuerlichen Regulierungen falsch, weil sie die Ineffizienzen des GKV-Systems nicht beheben können. Als Folge dieser verfehlten Politik befürchten die vier Verbände steigende Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen und dadurch bedingt steigende Lohnzusatzkosten. Dies werde den Standort Deutschland weiter schwächen und direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Mit besonderer Sorge sehen die Verbände die vorgesehenen Regelungen zur Kosten-Nutzen-Bewertung, zu Erstattungshöchstbeträgen, zur Arzneimittelverordnung mit Zweitmeinung, zu Arzneimittelverordnungsdaten, zur Auseinzelung und zu Rabattverträgen. Alle genannten Verbände sind der Meinung, dass im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens noch ein großer Korrekturbedarf besteht. Sie rufen das Parlament auf, wieder zu den Eckpunkten zurückzukehren, die am Anfang der Diskussion in der großen Koalition standen. Die gemeinsame Erklärung wird getragen von: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V. Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. ProGenerika e. V. und vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V. Achtung, Redaktionen: Der genaue Wortlaut der Gemeinsamen Erklärung ist dieser Pressemitteilung angehängt. Bei Rückfragen: BAH: Heinz-Gert Schmickler Tel.: 0228 95745-22 schmickler@bah-bonn.de BPI: Wolfgang Straßmeir Tel.: 030 27909-131 wstrassmeir@bpi.de ProGenerika: Franziska Strobel Tel: 030 20 92-41 36 Franziska.strobel@progenerika.de VFA: Susan E. Knoll Tel.: 030 20604-200 s.knoll@fvfa.de Die gemeinsame Erklärung finden Sie im Internet unter Services / BPI-Download-Service / BPI-Argumente oder unter: www.bpi.de/internet/frame.aspx?p=651000&bm=3_7