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BPI begrüßt Vorstoß von Bundesministerin Schavan - Fahrenkamp: „Langjährige Forderung des BPI aufgegriffen“

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat heute in Berlin eine Innovationsoffensive gestartet und einen „Acht-Punkte-Plan für Innovation und Wachstum“ vorgelegt. Neben der Stärkung des Bildungssystems wird darin insbesondere ein innovationsfreundliches Steuersystem vorgeschlagen. Der BPI fordert schon seit langem gemeinsam mit anderen Verbänden die Einführung einer steuerlichen FuE-Förderung. „Wir begrüßen mit Nachdruck, dass diese Forderung aufgegriffen wird,“ kommentiert Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, den Vorstoß aus dem Bundesforschungsministerium.
Der BPI unterstützt das Konzept des Bundesverbandes der Deutschen Industrie zur Einführung steuerlicher Anreize für Forschung und Entwicklung. Nach diesem Modell könnten Unternehmen 10 Prozent ihrer FuE-Aufwendungen von der Steuerschuld abziehen, wodurch der Stellenwert von FuE in den Unternehmen nachhaltig gestärkt würde. „Das wäre insbesondere eine Maßnahme um das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, den Mittelstand, zu stärken“ ergänzt Fahrenkamp. Über alle Branchen stellen mittelständische Unternehmen rund 70 Prozent der Arbeitsplätze, auf sie entfallen aber nur rund 13 Prozent der FuE-Ausgaben der Wirtschaft. „Eine steuerliche FuE-Förderung ist für die Unternehmen gut planbar, kommt ohne langwierige Antrags- und Bewilligungsverfahren aus und ist gut in die regulären betriebswirtschaftlichen Abläufe integrierbar“ so Fahrenkamp. Damit würde der Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt, insbesondere im Vergleich zu unseren Nachbarländern. Immerhin fördern 15 von 27 EU- und 20 von 30 OECD-Staaten FuE mit guten Erfahrungen über steuerliche Instrumente – Deutschland hätte so die Chance, seinen Nachholbedarf zu decken. Der BPI begrüßt auch die vorgeschlagenen überfälligen Korrekturen von Fehlern der Unternehmenssteuerreform 2008, wie z. B. der Regelungen zur Streichung von Verlustvorträgen bei Gesellschafterwechseln in forschungsintensiven Unternehmen oder den Bedingungen für Wagniskapital in Deutschland. Arbeitsplätze entstehen aus Produkten und Produkte aus Forschung und Entwicklung. „Damit ist die Stärkung von Innovation und Forschung in einem Land, das von seinen Ideen lebt, die richtige Maßnahme, um die Folgen der Wirtschaftskrise zu bewältigen“, unterstreicht Fahrenkamp. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner fast 60jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie / Anthroposophie und Pharma-Dienstleister. Ihre Ansprechpartnerin: Luisa Lorenz, Tel. 030/27909-135, presse@bpi.de