BPI eröffnet Vertretung in Brüssel
Wegener erklärte die stärkere Präsenz des BPI in Brüssel mit den zunehmenden aus Brüssel kommenden rechtlichen Vorgaben für den Pharmamarkt. Ein Blick in das deutsche Arzneimittelgesetz zeige, so Wegener, dass rund 90 Prozent der Regelungen auf Vorgaben der EU zurückgehen, die umgesetzt werden müssten. „Die Spielregeln im nationalen Markt werden auf europäischer Ebene gesetzt - wenn diese Spielregeln neu definiert werden, muss dieser Prozess vor Ort, d. h. in Brüssel frühzeitig begleitet werden“, sagte der BPI- Vorstandvorsitzende. Allein im Jahr 2006 betrafen 482 Richtlinien, Verordnungen und Entscheidungen der EU-Kommission den europäischen Binnenmarkt und beeinflussen somit direkt die unternehmerischen Entscheidungen der Pharmaindustrie. Im gleichen Jahr wurden 107 neue Guidelines und Dokumente der EU-Behörde für Arzneimittel-Zulassung (EMEA) durch die Ausschüsse angenommen. Insgesamt sind damit 507 Guidelines und Dokumente für Pharmafirmen erlassen oder in Bearbeitung. (Wolfgang Straßmeir, Tel. 030/27909-131, wstrassmeir@bpi.de)