BPI kritisiert „Frontal 21“ - Wegener: Wer Information mit Werbung verwechselt, täuscht die Verbraucher
Wegener ist sich in diesem Zusammenhang sicher, dass Neutralität und Objektivität leicht gewährleistet werden können: „Es gibt eine Fülle überprüfter Informationen, die bereits jetzt von den Behörden gemeinsam mit dem Hersteller erarbeitet werden. Ich kann nichts Verwerfliches daran finden, wenn wir diese Informationen auch dem Patienten zu Verfügung stellen wollen.“ Auch die Frage eines eventuellen Missbrauchs ließe sich leicht und unbürokratisch lösen, indem die bestehenden Gremien der Selbstkontrolle mit der Überwachung betraut würden: „Es liegt doch im ureigensten Interesse der Industrie, schwarze Schafe aus den eigenen Reihen fern zu halten.“ „Auch wir,“ so Wegener, „wollen keine amerikanischen Verhältnisse mit offensiver Werbung. Aber existierende neutrale Informationen – z.B. behördlich geprüfte Packungsbeilagen und offizielle Bewertungsberichte –, müssen endlich dem betroffenen Endverbraucher besser und aktuell zugänglich gemacht werden.“ Hier bestehe ein Informationsdefizit, das dem heutigen Versicherten- und Patientenbedarf nicht angemessen sei und auch nicht vermittelt werden könne: „Wer heutzutage nach Produktinformationen sucht, und vom Hersteller nicht findet, muss doch denken, dass dieser etwas zu verbergen hat“, so Wegeners Kritik. Der BPI-Vorsitzende abschließend: „Wenn die Sonntagsreden vom ‚Mündigen Patienten’ richtig sind, darf Herrschaftswissen nicht länger zurückgehalten werden – um nichts anderes geht es.“ Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner fast 60jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie/Anthroposophie und Pharma-Dienstleister. Ihre Ansprechpartnerin: Luisa Lorenz, Tel. 030/27909-135, presse@bpi.de