BPI: Medizinischer Fortschritt muss ankommen
Bei einer vom BPI initiierten Expertenkonferenz in Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. F. W. Schwartz, Medizinische Hochschule Hannover und Prof. Dr. Günter Neubauer (IfG), verständigten sich Wissenschaftler aus der Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie auf Verfahren, wie zukünftig eine Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln ausgestaltet werden kann. Besonderes Augenmerk müsse dabei auf die Alltagsbedingungen gelegt werden, unter denen Arzneimittel angewendet werden, so die Experten. Erst nach einem mehrjährigen Einsatz in der Praxis, könne der Nutzen eines Arzneimittels im Verhältnis zu den Kosten wissenschaftlich bewertet werden. Auch sollten zukünftig die Reduzierung der Krankheitsdauer oder der Krankenhaustage mit in die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimittel einfließen. Wissenschaftler der beteiligten Fachgebiete Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie haben in 10 Thesen (Hannoveraner Erklärung) Kriterien und Verfahrensvorschläge für die notwendige Verbesserung der Datengrundlage und Analysen für eine alltagsbezogene Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln zusammengefasst. „Die Pharmaindustrie schließt sich den Forderungen der Wissenschaft für eine effiziente Kosten-Nutzen-Bewertung an. Dies schließt die Akzeptanz eines Bewertungsergebnisses auf der Grundlage der festgelegten Kriterien mit ein“, so der BPI-Vorsitzende Wegener. Mit der Expertenkonferenz zur Kosten-Nutzen-Bewertung hat der BPI seine vor einem Jahr gestartete Initiative zur Verdeutlichung des Beitrages von Arzneimitteln für eine bedarfsgerechte Patientenversorgung in Deutschland fortgesetzt. Hinweis an die Redaktionen: Die Hannoveraner Erklärung ist dieser Erklärung als Anhang angefügt. Sie ist auch unter www.bpi.de bzw. bei der BPI-Pressestelle erhältlich. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 280 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und der Homöopathie/Anthroposophie. Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Straßmeir, Tel. 030/27909-131, wstrassmeir@bpi.de