BPI: Mehr Markt für Gesundheitsversorgung
Wie aus dem Report hervorgeht, sind die größten Einsparungen im Leistungskatalog der Krankenkassen 2004 durch den Ausschluss rezeptfreier Arzneimittel erzielt worden. „Dies ist zu Lasten der Patienten und zu Lasten der standorttreuen, mittelständischen Pharmaunternehmer geschehen“, so Fahrenkamp. Der BPI bedauert, dass es erneut nicht gelungen ist, die Verwaltungskosten auf Seiten der Selbstverwaltung effektiv zu reduzieren. Wohin der ständige Druck führt, der auch auf wichtige Analogpräparate und innovative Arzneimittel ausgeübt wird, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre: Die Pharmaindustrie verliert Arbeitsplätze und ein Großteil der Arzneimittelforschung wandert aus. Auch wird der Nutzen von Analogpräparaten verkannt. Sie können sich insbesondere in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen von dem ersten Präparat einer Gruppe unterscheiden. Außerdem führen sie zu einem wirklichen Preiswettbewerb, bevor Generika in den Markt gelangen. Mittelfristig gilt es nach Ansicht des BPI, klare und einfache Regelungen zu schaffen. So kann oft eine bisher stationäre Behandlung kostengünstig mit Hilfe der Arzneimitteltherapie ambulant geheilt werden. Das Kriterium „nicht verschreibungspflichtig“ ist als Kennzeichen einer besonders sicheren Medikation als Ausschlusskriterium nicht geeignet und belastet darüber hinaus Familien mit Kindern besonders stark. Dabei ist die Arzneimitteltherapie eine der effektivsten und kostengünstigsten Alternativen im Gesundheitssystem. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelentwicklung, -zulassung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 250 Unternehmen mit etwa 74.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und der Homöopathie.