BPI: Stärkere Förderung von Arzneien zur Behandlung seltener Krankheiten notwendig EU-Kommission sieht „Orphan Drug System“ auf richtigem Weg – Deutschlands Fördermaßnahmen unzureichend
Die EU-Kommission fordert in ihrem Bericht die Mitgliedstaaten auf, stärker als bisher die Entwicklung von Orphan Drugs zu unterstützen und den Marktzugang von zugelassenen Orphan Drugs nicht im Wege der Erstattung zu hemmen. Der BPI hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass in Deutschland die staatliche Förderung für die Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Leiden unzureichend ist. Ebenso hat der BPI die Bundesregierung aufgefordert, die Möglichkeit, Arzneimittel bereits vor der Zulassung bedürftigen Patienten im Rahmen eines so genannten „Compassionate Use“ zur Verfügung zu stellen, endlich auf eine klare gesetzliche Basis zu stellen. Außerdem sollten diese Arzneimittel den bedürftigen Patienten auch zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden können. Der BPI hat sich mit Unternehmen zusammengeschlossen und Vorschläge erarbeitet, um das Anreizsystem zur Entwicklung von Orphan Drugs in Deutschland auszubauen. Ein Positionspapier zu diesem Thema ist bei der BPI-Geschäftsstelle erhältlich. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelentwicklung, -zulassung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 280 Unternehmen mit etwa 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und der Homöopathie/Anthroposophie. Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Straßmeir, Tel. 030/27909-131, wstrassmeir@bpi.de