BPI stellt TNS Healthcare-Ärzteumfrage vor - Hoher Stellenwert der Selbstmedikation in der ärztlichen Praxis
Bei bis zu 14 Prozent aller Rezepte verordnet der Arzt ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, obwohl für die Behandlung auch ein apothekenpflichtiges rezeptfreies Arzneimittel zur Verfügung steht. Hauptmotiv des Arztes für die Verordnung eines rezeptpflichtigen anstelle eines apothekenpflichtigen rezeptfreien Arzneimittels ist die Rücksichtnahme auf die Patienten, da rezeptfreie Arzneimittel seit 2004 bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet werden. „Die Ergebnisse der Studie zeigen den hohen Stellenwert, den Ärzte und Patienten der Selbstmedikation einräumen. Dennoch greift der Arzt häufig zu verschreibungspflichtigen Medikamenten, um dem Patienten Kosten zu ersparen. Dies bestätigt unsere Annahme, dass oft nicht die medizinisch geeignetste Arzneimitteltherapie zur Anwendung kommt, sondern wirtschaftliche Faktoren zum großen Teil die Therapieentscheidung des Arztes beeinflussen“, sagte Manfred Kreisch, Vorsitzender der Fachabteilung Selbstmedikation des BPI. Die Ergebnisse der Studie sind dieser Presseinformation angefügt bzw. sind unter www.bpi.de zu finden. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie/Anthroposophie und Pharma-Dienstleister. Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Straßmeir, Tel. 030/27909-131, wstrassmeir@bpi.de