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Der demografischen Herausforderung gemeinsam begegnen

Der BPI hat heute in Berlin zu mehr Kooperation aufgerufen, um die Herausforderungen der demografischen Entwicklung erfolgreich bestehen zu können. „Mit der Initiative „Leben im Alter – gemeinsam Zukunft gestalten“, wollen wir dazu beitragen, dass wir in einem finanzierbaren und stabilen Gesundheitssystem älter werden, Lebensqualität und Selbstbestimmung auch bei bestehenden Erkrankungen möglich ist“ erklärte Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie. Lösungen für die drängenden Probleme seien nur in Kooperation aller Beteiligten zu erreichen. „Wir haben diese Initiative gestartet, weil wir Arzneimittel und auch ihre Hersteller als Teil der Lösung verstehen – und weil die ganze Lösung nur mit allen Partnern im Gesundheitswesen zu finden ist“ so Wegener.
Auf der Konferenz, die von mehr als 150 Gästen besucht wurde, wurden praktische Beispiele aus den Bereichen Diabetes, Demenz und Krebsversorgung vorgestellt, die modellhaft sein könnten, um Kooperationen flächendeckend und in der Regelversorgung zu etablieren. Auffällig war, dass bei allen Projekten und Modellen die Frage der Kooperation und ihrer erfolgreichen Etablierung im Mittelpunkt stand. Damit die Veranstaltung nicht ein Strohfeuer wird, hat der BPI einen „Markt der Möglichkeiten“ im Internet erstellt. Diese Kooperationsplattform, soll unterschiedlichen Akteuren die Chance geben Projekte vorzustellen oder auch Kooperationspartner für neue Projekte zu suchen. Zahlen zur demografischen Entwicklung: Verschiedene Berechnungen ergeben folgende Schlaglichter: Der Anteil der über 60jährigen lag in Deutschland 1950 bei rund 14% und wird bis 2050 auf rund 37% ansteigen, im gleichen Zeitraum steigt der Anteil der über 80jährigen von etwa 1% auf 13%. Das führt insbesondere bei der Pflege zu dramatischen Veränderungen: 2007 waren knapp 19% der 80-85 jährigen pflegebedürftig und fast 60% der über 90jährigen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von 2,1 Millionen 2010 auf 3,1 Millionen 2030 ansteigen wird. Damit steigen der Bedarf an Versorgungsleistungen und die Anforderungen an das Gesundheitssystem – bei immer weniger Menschen, die es finanzieren. 1880 kamen auf einen Menschen über 74 statistisch 79 Menschen jüngeren Alters – bis 2040 werden es auf Basis der heute lebenden Bevölkerung nur noch 6,2 sein. Von diesen 6,2 sind dann 3,6 im Alter zwischen 20 und 60 Jahren – also gemessen an unseren heutigen Verhältnissen im erwerbstätigen Alter. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie / Anthroposophie und Pharma-Dienstleister. Sie finden die Pressemitteilung im Internet unter www.bpi.de Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, presse@bpi.de