GKV-Spitzenverband ignoriert die Realität
Anders als von den Krankenkassen suggeriert, sind die Ausgaben im Gesundheitswesen gemessen am Bruttoinlandsprodukt seit Jahren nahezu konstant. Die Probleme liegen zum einen bei den Einnahmen, da die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zurückgeht, zum anderen werden die Krankenkassen durch die Verschiebebahnhöfe stark finanziell belastet. „Es wäre ein Akt der sachlichen Versicherteninformation, wenn die Krankenkassen ihren Mitgliedern dies einmal klar sagten. Wir als pharmazeutische Industrie leisten unseren Beitrag zur Stabilisierung des Gesundheitswesens. Allein 2009 haben die Unternehmen Abschläge von einer Milliarde Euro gezahlt. Im Arzneimittelbereich liegen wir nach jüngsten Daten der ABDA bei Arzneimitteln ohne Impfstoffe im Gesamtjahr um 1,1 Prozent unter der Steigerungsrate, die GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung vorgegeben haben – und das obwohl diese für dieses Jahr noch um ein Prozent nach unten korrigiert wurde. Dementsprechend haben die Krankenkassen einen Überschuss von 1,3 Milliarden Euro erzielt, wie das BMG heute mitteilte. Auch das könnte der GKV-Spitzenverband öffentlich kundtun, anstatt Nebelkerzen zu werfen“ so Fahrenkamp. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 60jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und der Homöopathie / Anthroposophie. Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de