Industrie braucht stabile Rahmenbedingungen
Unbedingt erforderlich sei es, die Regulierungen im Arzneimittelmarkt auf ein erträgliches und transparentes Maß zu senken. Mit den unterschiedlichen sich teilweise widersprechenden Instrumenten zur Kostensenkung müsse Schluss sein. Vorrangig müsse es darum gehen, die Rabattverträge in ihrer bestehenden Form abzuschaffen. „Die Rabattverträge haben im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten eine ganze Branche ans Existenzlimit gebracht. Dieses Nebeneinander der unterschiedlichen Instrumente muss, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, beendet werden. Wettbewerb ist richtig, doch er muss nach fairen, transparenten Regeln ablaufen und auch standortgebunden Unternehmen eine echte Chance gibt. Wir benötigen zudem klare Anreize zur Forschung. Hier kann die steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung, wie sie im Koalitionsvertrag beschrieben ist, ein richtiger Weg sein“ so Wegener. Zusammengefasst sind die wichtigsten Forderungen des BPI: 1. Deregulierung und das Durchforsten des Instrumentendschungels 2. stabile Rahmenbedingungen 3. echter Wettbewerb mit gleich langen Spießen 4. eine echte Chance für standortgebundene Unternehmen 5. Entbürokratisierung 6. steuerliche Förderung von F&E. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und der Homöopathie / Anthroposophie. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung finden Sie unter www.bpi.de. Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de