Neben Alkoholischem sind aber noch andere Getränke bei der Tabletteneinnahme tabu. Dazu gehört unter anderem auch das Lieblingsgetränk der Deutschen, der Kaffee. Dieser enthält in der Regel Koffein und hat bekanntlich belebende Eigenschaften, die mit der Einnahme bestimmter Medikamente verstärkt werden können. Besonders deutlich wird dieser Effekt bei Antibiotika gegen Harnweginfektionen, den sogenannten Gyrasehemmern. Nimmt man sie mit koffeinhaltigen Getränken zu sich, dann wird nicht nur das Enzym Gyrase gehemmt, sondern auch der Abbau des Koffeins blockiert. Als Folge können Unruhezustände und Herzrasen auftreten. Und wie verhält es sich mit Milch als Begleiter von Arzneimitteln? „Selbst diesen sonst so gesunden Calciumspender kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen“, betont Thomas Brückner. „Calcium kann mit bestimmten Wirkstoffen, z. B. in manchen Antibiotika, eine schwer lösliche Verbindung eingehen und so deren Aufnahme in den Körper erschweren oder gar unmöglich machen. Fest steht: Es gibt für die Tabletten keinen besseren Einnahmehelfer als stilles, kaltes Wasser, am besten zwei Gläser direkt nacheinander“, so der Experte.
HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder –behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.
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