Koalition muss intelligente Lösungen finden
Die benötigten Finanzmittel könnten durch einfache und sinnvolle Entscheidungen gehoben werden. Eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel und Hilfsmittel brächte sofort zusätzlich rund drei Milliarden Euro für die GKV. Ein kostendeckender Beitragssatz für ALG II Bezieher und das damit verbundende Ende des Verschiebebahnhofs brächte weitere vier Milliarden Euro. „Der Staat kann sich seiner Verantwortung nicht weiter entziehen und die sozialen Sicherungssysteme durch Verschiebebahnhöfe belasten. Der Anteil der Ausgaben für Gesundheit am Bruttoinlandsprodukt ist seit Jahren nahezu konstant. Nur die Einnahmeentwicklung einerseits und die Verschiebebahnhöfe anderseits führen zu den großen Problemen“ so Fahrenkamp. Für den Arzneimittelbereich müsse es zu einer Überprüfung der Steuerungsinstrumente kommen. „Der BPI ist offen für eine konsensuale Entwicklung von Instrumenten, um einen fairen Wettbewerb zu installieren. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Stabilisierung der GKV bewusst“ erklärte Fahrenkamp. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und der Homöopathie / Anthroposophie. Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de