BPI begrüßt Vorschlag der Sachverständigen zur verstärkten Vernetzung
Als schwierig sieht der BPI die vorgeschlagenen Listen mit sogenannten „problematischen“ Arzneimitteln an. Solche pauschalen Beurteilungen würden der individuellen Lebenswirklichkeit und dem Versorgungsbedarf des Einzelnen nicht gerecht. Es bedürfe keiner weiteren Listen, um den richtigen Umgang mit Arzneimitteln sicherzustellen. „Durch die Fach- und Gebrauchsinformationen liegen vor allem den Ärzten umfangreiche Informationen vor. Diese müssen in den ärztlichen Alltag und die Verordnungsweise übernommen und dort angewendet werden. Zudem müssen wir durch bessere Kooperationen Fehlmedikationen durch verschiedene Verordner vermeiden. Hier kann auch die Apotheke eine wichtige Aufgabe übernehmen. Wir werden unser Wissen in die Entwicklung dieser regionalen Kooperationen und Netze mit einbringen“ so Fahrenkamp.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung,
-zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie/Anthroposophie und Pharma-Dienstleister.
Ihre Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de
Der BPI begrüßt ausdrücklich den Vorschlag des Sachverständigenrates für eine koordinierte sektorübergreifende Versorgung mit regionalen Bezügen. Ideen, den Leistungserbringern eine Mitverantwortung für die effektive Versorgung zu geben und zugleich eine prospektive Pauschalvergütung zu verankern, weisen in die richtige Richtung. Die Arzneimittelversorgung kann hier einen bedeutenden Beitrag zur Effizienz der Versorgung leisten. „Dieser Verantwortung wollen wir uns als pharmazeutische Industrie gerne stellen. Wir wollen beweisen, dass Arzneimittel nicht, wie gerne behauptet, Kostentreiber sind, sondern vielmehr dabei helfen können, effizient zu versorgen. Dazu bedarf es aber dringend der Möglichkeit, beispielsweise als gleichberechtigter Vertragspartner bei Verträgen zur integrierten Versorgung beteiligt werden zu können“, erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.