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BPI fordert Diskussion über die Finanzierbarkeit des medizinischen Fortschritts

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat heute in Berlin zu einer breiten öffentlichen Diskussion aufgerufen über die Frage wie der Zugang der GKV-Versicherten zu neuen medizinischen Therapien zukünftig finanziert werden kann. Angesichts der demografischen Entwicklung, des weiter zu erwartenden Fortschritts in der Medizin bei gleichzeitiger Begrenztheit der finanziellen Ressourcen „driften Erwartungshaltung und finanzierbare Realität“ weit auseinander, sagte Dr. Bernd Wegener, BPI-Vorsitzender. „Wir brauchen neue Legitimitäten über die zukünftige medizinische Versorgung. Das medizinische Mögliche und das finanziell Machbare stellt bereits heute ein Problem dar. Wer als GKV-Versicherter den letzten Stand der Wissenschaft bei der Behandlung seiner Erkrankung erwartet, wird zunehmend enttäuscht werden, weil unser Finanzierungssystem an seine Grenzen stößt“, so Wegener. Der BPI-Vorsitzende forderte alle Beteiligten im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft auf, sich an einer offenen und fairen Diskussion über nachhaltige Lösungsmodelle zu beteiligen. „Gegenseitige Schuldzuweisungen führen nicht weiter. Selbst wenn die Pharmaindustrie ihre Arzneimittel verschenken würde, wären die Probleme nicht gelöst, da Arzneimittel lediglich knapp 17 Prozent der GKV Gesamtausgaben ausmachen.“