Die derzeitige Situation behindert nach Auffassung der Expertenkommission insbesondere junge innovative Unternehmen. Insgesamt kommt die Kommission sogar zu dem Schluss, dass die deutsche Steuerpolitik innovationsfeindlich ist. „Wir sind im europäischen Vergleich sehr weit zurück. Immerhin fördern 15 von 27 EU- und 21 von 30 OECD-Staaten FuE mit guten Erfahrungen über steuerliche Instrumente – Deutschland ist hier gefordert, nachzubessern. Ein Sparen an dieser falschen Stelle würde langfristig katastrophale Folgen haben“, erklärte Gerbsch.
Schon 2009 hatte die Bundesregierung mit dem „Acht-Punkte-Plan für Innovation und Wachstum“ ein innovationsfreundliches Steuersystem vorgeschlagen, doch bis heute nicht umgesetzt. Die Möglichkeit, 10 Prozent der unternehmerischen FuE-Ausgaben von der Steuerlast abzuziehen, würde gerade auch den Mittelstand stärken. Das sind nach Auffassung des BPI Konjunkturmaßnahmen, die diesen Namen verdienen, die an morgen denken und die helfen können, den Standort Deutschland nicht nur für die pharmazeutische Forschung attraktiver zu machen.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.
Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de