Impfschutz funktioniert nur flächendeckend. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann man von einem wirksamen Schutz gegen Infektionskrankheiten nur dann sprechen, wenn rund 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Dies ist hierzulande nicht bei allen Krankheiten der Fall. Während beispielsweise die USA von der WHO bereits 2002 als masernfrei zertifiziert wurden, gab es in Deutschland in den letzten Jahren immer wieder vereinzelte Ausbrüche von Masern, fast alle Betroffenen waren ungeimpft. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Masernimpfung bereits für Babys unter einem Jahr, die zweite vor Ende des zweiten Lebensjahres. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind und bislang nicht oder in der Kindheit nur einmal geimpft wurden, sollten dies dringend nachholen. „Der kleine Pieks ist ja kein Selbstzweck, sondern kommt der Gesundheit der gesamten Gesellschaft zu Gute“, sagt Henning Fahrenkamp. „Insbesondere für ältere Menschen können Infektionskrankheiten zur tödlichen Gefahr werden. Diese und andere Risiken können wir mindern, denn wir haben bewährte und allgemein gut verträgliche Impfstoffe zur Hand. Speziell bei Masern wird es Zeit, denn die WHO will die Krankheit bis 2015 in Europa beseitigt wissen.“
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