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BPI: GKV-Probleme sind hausgemachtPharmaverband kritisiert Sparpläne im Arzneimittelbereic

Zu den Äußerungen von SPD-Fraktionschef Peter Struck (SPD), im Zuge der geplanten Gesundheitsreform müsse bei Arzneimittelherstellern erneut „kräftig gespart“ werden, erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie: „Noch am Freitag beschloß das Parlament die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent und die Rücknahme des erst 2004 eingeführten Ausgleichs für versicherungsfremde Leistungen. Damit werden die Belastungen für die GKV um 5 Milliarden Euro steigen. Jetzt an der medizinischen Versorgung mit Arzneimittel sparen zu wollen, um die bewusst herbeigeführte Kostensteigerung wieder zu kompensieren ist Ausdruck einer konzeptionslosen Gesundheitspolitik. Die populistischen und unausgereiften Bemerkungen Strucks entbehren jeder Argumentationsgrundlage. Der aktuelle Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel lässt sich teilweise auf Vorzieheffekte verursacht durch das Arzneispargesetz, AVWG, zurückführen. Außerdem spielen strukturelle Faktoren wie beispielsweise die Verlagerung von Behandlungen von dem stationären in den ambulanten Bereich, ein wesentliche Rolle für diese Entwicklung. Die Verantwortung trägt ausnahmlos die Bundesregierung.“