Im Rahmen der Studie hat Forsa 2.600 erwachsene Bürger in Deutschland zur Verständlichkeit unterschiedlicher offizieller Schriftdokumente befragt. Dabei zeigt sich, dass insbesondere Steuer- und Versicherungsdokumente für viele schwer zu verstehen sind. Nur fünf Prozent der Befragten sehen sich dazu als Laien in der Lage. Auch die Produktinformationen von Mobilfunk- und Stromanbietern lassen zu wünschen übrig: Mobilfunkunterlagen werden nur von elf Prozent verstanden, Stromkundeninformationen erschließen sich 15 Prozent der Befragten. Das Kleingedruckte auf Lebensmittelpackungen schneidet besser ab, hier verstehen 26 Prozent der Befragten, was über die Produkte gesagt wird. Dass Beipackzettel von immerhin 32 Prozent der Befragten als „von jedem verständlich“ eingestuft werden, spricht für eine gute Patientenorientierung der Hersteller. „Trotzdem geben wir uns mit dem Studienergebnis nicht zufrieden“, sagt Dr. Norbert Gerbsch. „Unser Ziel ist, dass jeder Patient unabhängig von seinem persönlichen Hintergrund versteht, was er wie einnehmen muss und welche positiven oder negativen Effekte damit verbunden sein können. Dazu müssen wir die Lesbarkeit noch verbessern, ohne dass wichtige Informationen verloren gehen. Fakt ist nämlich: Der Beipackzettel ist und bleibt eine Gebrauchsanweisung für ein sensibles Produkt und kein Werbetext.“
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.
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