BPI kritisiert „Tunnelblick“ im neuen Arzneimittelgesetz
Eine einseitige Fixierung der Politik auf die konventionellen Arzneimittel diagnostiziert Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), anlässlich der heutigen Bundestagsanhörung zur 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG). Die Anpassung des Arzneimittelrechts an die europäische Gesetzgebung, die mit dieser 14. AMG-Novelle geleistet werde, sei zwar in weiten Teilen zu begrüßen, da sie den deutschen Herstellern den Zugang zum europäischen Markt leichter mache und diesbezüglich Einheitlichkeit schaffe. Gerade in den Bereichen, wo Deutschland nach wie vor international führend sei, würden jedoch mit dem Gesetz innovationsfeindliche Barrieren künstlich aufgebaut oder bewährte Standards herabgesetzt. „Ich hätte mir hier mehr Mut und ein breiteres Blickfeld des Gesetzgebers gewünscht, denn Harmonisierung darf nicht heißen, dass wir in einzelnen Segmenten Spitzenpositionen preisgeben“, so Fahrenkamp.