BPI: Stärkere Förderung von Arzneien zur Behandlung seltener Krankheiten notwendigEU-Kommission sieht „Orphan Drug System“ auf richtigem Weg – Deutschlands Fördermaßnahmen unzureichen
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßt den Bewertungsbericht der EU-Kommission zum Zulassungssystem für Arzneimittel für seltene Leiden (Orphan Drugs), der Anfang dieser Woche in Brüssel veröffentlicht wurde. „In Europa sind wir im Bereich der Forschung und Entwicklung von Orphan Drugs einen guten Schritt vorangekommen. Das ist ein positives Signal für die Patienten, die an einer von 5000 bis 7000 seltenen Leiden erkrankt sind. In Deutschland existieren jedoch noch zu viele unnötige Hürden, die die Behandlung schwerkranker Patienten weiter behindern. Das ließe sich schnell ändern, wenn das Gesundheitsministerium endlich eindeutige sozialrechtliche Rahmenbedingungen schaffen würde“, erklärte heute Prof. Dr. Barbara Sickmüller, stellv. Hauptgeschäftsführerin des BPI in Berlin.