BPI: Zwangsrabatt nimmt Pharmaunternehmen in Deutschland aus
Nach neuesten Berechnungen wird die pharmazeutische Industrie schon im laufenden Jahr durch geltende gesetzliche Zwangsmaßnahmen stärker belastet, als selbst die Bundesregierung ursprünglich geplant hatte. Darauf hat BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp hingewiesen. Fahrenkamp bezog sich auf jetzt veröffentlichte Angaben des Instituts für Medizinische Statistiken (IMS) Health. Demnach summieren sich die von Arzneimittelherstellern, Großhändlern und Apotheken erzwungenen Rabatte in den ersten acht Monaten 2003 bereits auf 1,1 Milliarden Euro. Damit sind schon jetzt 80 Prozent des von der Politik für das ganze Jahr angepeilten Rabattvolumens von 1,4 Milliarden Euro erreicht. Hochgerechnet auf das ganze Jahr würde sich ein Rabattvolumen von 1,7 Milliarden Euro ergeben. Diese Summe würde um 20 Prozent über der von der Regierung angestrebten Zahl liegen.