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Differenzen diskutieren und Gemeinsamkeiten suchen - Arzneimittel sind zu wichtig für polemischen Streit

In Deutschland wird seit einigen Wochen heftig über die Stabilisierung des Gesundheitssystems gestritten. Im Mittelpunkt stehen aktuell die Regelungen zur Preisfestsetzung von Arzneimitteln. Dabei wird der Nutzen der Arzneimittel auf eine rein ökonomische Größe reduziert. „Die öffentliche Diskussion droht zu entgleisen. Neben markigen Sprüchen über Teppichhändler und Fesseln, die der Industrie anzulegen seien, wird ein vereinfachtes und falsches Bild eines einheitlichen Arzneimittelmarktes skizziert“, kommentiert Dr. Bernd Wegener, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI e.V.), die Entwicklung der öffentlichen Debatte. „Wir müssen über die großen Differenzen diskutieren und auf den Gemeinsamkeiten aufbauen“, so Wegener, und ergänzt: „Für die Arzneimittelversorgung in Deutschland müssen alle Beteiligten eine tragfähige Balance zwischen notwendigen Innovationen, den Wettbewerbsregeln im generischen Markt und den Arzneimittelausgaben finden. Entsprechend kontrovers ist die Debatte – und zu wichtig, um sich in Verschwörungstheorien zu erschöpfen“.