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Gebärmutterhalskrebs: Impfen gegen das Risiko

Gebärmutterhalskrebs zählt weltweit zu den häufigsten Tumoren bei Frauen, obwohl es seit 2006 eine effektive Impfung gibt. Ausgelöst wird Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). In Deutschland erkrankten 2023 rund 4.500 Mädchen an dieser Krebsform, knapp die Hälfte. HPV können aber auch Jungen betreffen und ein Auslöser für, Anal-, Penis- und Rachenkrebs sein. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes empfiehlt daher allen Mädchen und Jungen von neun bis 14 Jahren und im Idealfall vor dem ersten Sexualkontakt eine Impfung gegen das HP-Virus. Aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts zeigen, dass die Impfraten bei Jugendlichen im vergangenen Jahr auf einem niedrigen Niveau bleiben.
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Obwohl ein wirksamer Impfstoff gegen eine HPV-Infektion existiert, stagnieren hierzulande die vollständigen Impfquoten von Mädchen seit 2021. (Foto: ©BPI/Shutterstock_Pormezz)


Niedrige Impfquoten in Deutschland

Obwohl ein wirksamer Impfstoff gegen eine HPV-Infektion existiert, stagnieren hierzulande die vollständigen Impfquoten von Mädchen seit 2021 – sie liegen bei nur 53 Prozent. Auch die Bereitschaft, der seit 2018 empfohlenen Impfung für Jungen flacht seit 2020 ab – sie lag zuletzt bei 34 Prozent. Immerhin 68 Prozent der Mädchen und Jungen erhielten 2024 die erste Impfdosis. Damit sind allerding nur die Hälfte der Jugendlichen vollständig vor einer HPV-assoziierten Krebserkrankung geschützt.


Australien als Vorbild in der Prävention

Was eine hohe Impfquote bewirken kann, zeigt ein Blick über den Globus: Australien gilt als Vorreiter in der Prävention und Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs. Seit 2007 existieren effektive nationale Immunisierungsprogramme. Mit hervorragende HPV-Durchimpfungsraten konnte die Inzidenz in den letzten 30 Jahren halbiert werden.


Therapeutische Impfstoffe als Hoffnungsträger

Ein weiterer Lichtblick im Kampf gegen HP-Virus-induzierte Tumore könnte die Entwicklung von therapeutischen Vakzinen sein – also eine Impfung zur Bekämpfung des Krebs (nicht zur Vorbeugung). Randomisierte, kontrollierte Studien konnten zeigen, dass therapeutische HPV-Impfstoffe bei Patientinnen und Patienten mit speziellen Gebärmutterhalstumoren wirksam sind. Bei Patientinnen und Patienten mit anderen HPV-vermittelten bösartigen Tumoren gibt es bisher nur wenige Belege für die Wirksamkeit. Vielversprechend sind jedoch Kombinationen mit weiteren innovativen Therapien, zum Beispiel mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren.