Niedrige Impfquoten in Deutschland
Obwohl ein wirksamer Impfstoff gegen eine HPV-Infektion existiert, stagnieren hierzulande die vollständigen Impfquoten von Mädchen seit 2021 – sie liegen bei nur 53 Prozent. Auch die Bereitschaft, der seit 2018 empfohlenen Impfung für Jungen flacht seit 2020 ab – sie lag zuletzt bei 34 Prozent. Immerhin 68 Prozent der Mädchen und Jungen erhielten 2024 die erste Impfdosis. Damit sind allerding nur die Hälfte der Jugendlichen vollständig vor einer HPV-assoziierten Krebserkrankung geschützt.
Australien als Vorbild in der Prävention
Was eine hohe Impfquote bewirken kann, zeigt ein Blick über den Globus: Australien gilt als Vorreiter in der Prävention und Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs. Seit 2007 existieren effektive nationale Immunisierungsprogramme. Mit hervorragende HPV-Durchimpfungsraten konnte die Inzidenz in den letzten 30 Jahren halbiert werden.
Therapeutische Impfstoffe als Hoffnungsträger
Ein weiterer Lichtblick im Kampf gegen HP-Virus-induzierte Tumore könnte die Entwicklung von therapeutischen Vakzinen sein – also eine Impfung zur Bekämpfung des Krebs (nicht zur Vorbeugung). Randomisierte, kontrollierte Studien konnten zeigen, dass therapeutische HPV-Impfstoffe bei Patientinnen und Patienten mit speziellen Gebärmutterhalstumoren wirksam sind. Bei Patientinnen und Patienten mit anderen HPV-vermittelten bösartigen Tumoren gibt es bisher nur wenige Belege für die Wirksamkeit. Vielversprechend sind jedoch Kombinationen mit weiteren innovativen Therapien, zum Beispiel mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren.