GKV-Spitzenverband ignoriert die Realität
Der GKV-Spitzenverband hat mit seiner Kritik an den angeblich ungebremsten Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen gezeigt, dass liebgewordene Dogmen mit der Zeit an Gültigkeit verlieren. Die Wirklichkeit sieht völlig anders aus, als der Kassenverband es darstellt. So ist ein Großteil des Arzneimittelmarktes in ein festes Korsett aus Sparmaßnahmen eingezwängt. Rabattverträge, Festbeträge, Herstellerabschläge, Rahmenvereinbarungen – das sind Ausgabenbremsen. „Wenn der Spitzenverband behauptet, diese Mittel gäbe es nicht, dann frage ich mich, wer beispielsweise die Festbeträge berechnet. Der Spitzenverband hat selbst in diesem Jahr mitgeteilt, dass seit Einführung der Festbeträge 36 Milliarden Euro eingespart wurden. Und auch für patentgeschützte Arzneimittel können die Krankenkassen verhandeln. Wir müssen doch alle endlich einmal die ideologische Brille ablegen und erkennen, dass wir ein Einnahmeproblem haben“ so Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.