„Es ist ein klassisches mediales Beispiel, wie Politik versucht das beginnende Sommerloch auszufüllen. Der Eindruck wird erweckt, dass durch die Streichung angeblich unwirksamer Leistungen das Defizit der Krankenkassen aufgefangen werden könnte. Beide Aspekte gehen ins Leere, denn Wirksamkeit weisen die Präparate, wie im Arzneimittelgesetz gefordert, nach und werden durch die zuständige und unabhängige deutsche Bundesoberbehörde zugelassen oder registriert. Zudem sind Homöopathika außerhalb von Wahltarifen durch die Kassen bis auf wenige Ausnahmen nicht erstattungsfähig und müssen daher durch die Patienten selbst bezahlt werden. Genau deshalb sind die Ausgaben der Kassen für homöopathische Arzneimittel außerhalb der Wahltarife im Verhältnis zu den Gesamtausgaben absolut zu vernachlässigen – rund 0,06% der Kassenausgaben für Arzneimittel auf Basis der Herstellerabgabepreise. So schießt man mit Kanonen auf Spatzen - der Anstieg der Verwaltungskosten der Krankenkassen im Jahr 2009 dürfte damit mehr ausmachen als alle Leistungen für Homöopathie“, so Sickmüller.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.
Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de Pressemitteilung vom 12. Juli 2010