Durch diese frühzeitige Einbindung könnte künftig ein Problem besser gelöst werden, denn bis dato wurden zwar neue Therapieansätze in Grundlagenforschung und Anwendungsentwicklung gefördert, trafen aber häufig auf Zulassungsanforderungen und Erstattungsbedingungen im Markt, die diesen Entwicklungen die wirtschaftliche Grundlage weitgehend entzogen haben. Die großen Herausforderungen mit denen die Entwicklung der sog. neuartigen Therapien, wie z. B. das Tissue Engineering, zu kämpfen haben sind dafür nur ein Beispiel. Bereits in den letzten Jahren war zu beobachten, dass die Bundesregierung hier durch die frühzeitige Einbindung der zuständigen Fachressorts, wie dem Bundesministerium für Gesundheit hier für einen besseren Informationsaustausch sorgt. Mit dem heute beschlossenen Aktionsplan wird diese Strategie weitergeführt. „Das ist der richtige Weg: Die Förderung von Forschung und Entwicklung ist eine gute Investition für Patienten, denen heute noch nicht ausreichend geholfen werden kann. Zugleich ist sie auch eine Investition in Arbeitsplätze am Standort Deutschland. Diese Förderung ist damit richtig und notwendig, schafft allein aber keine wirtschaftliche Grundlage für Innovationen. Die Regierung muss Marktzugang und Marktbedingungen so regulieren, dass die Ergebnisse der Forschung eine Chance haben. Das kann nur gelingen, wenn die Erstattungsfähigkeit frühzeitig berücksichtigt wird, denn Innovationsfreundlichkeit entscheidet sich an den Marktbedingungen“, so Gerbsch.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.
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