Insgesamt haben die pharmazeutischen Unternehmen seit 2010 rund 5,5 Milliarden Euro an Zwangsabschlägen gezahlt. Sie haben gepaart mit dem Preismoratorium wesentlich zu dem exorbitanten Überschuss der Kassen beigetragen. „Die pharmazeutische Industrie ist sich ihrer Verantwortung für die Stabilität der GKV bewusst und hat in der Krise ihren Beitrag geleistet. Doch die Unternehmer haben auch eine Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern. Und die Politik hat auch eine Verantwortung gegenüber den Unternehmen. Das Gesetz schreibt aus gutem Grund eine Überprüfung der Zwangsmaßnahmen gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Lage vor. Wie kann ihre unveränderte Beibehaltung ohne Krise gerechtfertigt sein, wenn Kassen und Gesundheitsfonds über 20 Milliarden Euro horten und sich schwertun, das Geld von Versicherten und Industrie sicher und ohne Inflationsverlust anzulegen? Der Minister muss endlich seine Berechnungsgrundlagen offenlegen, aufgrund derer er an den Zwangsmaßnahmen festzuhalten gedenkt und so seiner Verantwortung gerecht werden“, so Fahrenkamp.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen.
Ihr Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de