Unionspläne zur Gesundheitspolitik: weniger Mottenkiste, mehr Markt!
In der Presse wird über den aktuellen Diskussionsstand in der Union zu Einsparungen im Arzneimittelbereich berichtet. Mit Vorschlägen wie Erhöhungen der Herstellerabschläge und einem mehrjährigen Preismoratorium greift die Union tief in die Mottenkiste der Gesundheitspolitik. Solche dirigistischen Maßnahmen gehören seit Jahren zum Inventar der verfehlten Gesundheitspolitik. „Alleine seit 2002 haben die pharmazeutischen Unternehmen über 7 Milliarden Euro Zwangsabschläge gezahlt. Wieder wird der falsche Eindruck erweckt, man müsse nur die pharmazeutische Industrie mit neuen Repressalien überziehen und könne damit das Gesundheitssystem sanieren. Dabei haben solche Schnellschüsse schon in den vergangenen 20 Jahren ihre Untauglichkeit nachgewiesen“, erklärt Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI. „Wir brauchen ein selbstregulierendes System, das eine Balance zwischen Ausgaben und Innovationen auf Grundlage von Marktmechanismen herstellt. Stattdessen denkt die Union über neue Regulierungsinstrumente nach - Entbürokratisierung sieht anders aus“, so Fahrenkamp.