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Karnevalszeit: Richtig feiern, richtig mit den Folgen umgehen

Es ist wieder soweit, mit großem Alaaf und Helau startet in den Karnevalshochburgen Deutschlands der Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch wird traditionell kräftig gefeiert und man munkelt, dass dabei vielerorts reichlich Alkohol fließt. Manch ein Narr erwacht deshalb mit dröhnendem Schädel und kommt an der Kopfschmerztablette einfach nicht vorbei. In diesem Fall rät Anja Klauke, Geschäftsfeldleiterin Selbstmedikation beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI): „Kopfschmerztabletten sollten wirklich nur gegen Kopfschmerzen verwendet werden. Wer sie zum Beispiel gegen eine Magenverstimmung einnimmt, riskiert mitunter eine Verschlechterung der Beschwerden, weil Wirkstoffe wie etwa Acetylsalycilsäure (ASS) die angegriffene Magenschleimhaut zusätzlich reizen können. Also bitte die Packungsbeilage lesen und sich bewusst machen, dass ASS & Co beim Kurieren eines Katers wenn überhaupt nur in geringer Dosis unterstützend helfen können. Sinnvoll sind immer auch die alten Hausmittel wie Rollmops, warme Fleischbrühe und frische Luft. Ansonsten gilt es, abzuwarten und Kamillentee zu trinken. Es bleibt dabei genug Zeit, über die eigenen Sünden nachzudenken und Besserung zu geloben!“    

Auch wenn man Medikamente wie zum Beispiel Kopfschmerztabletten ohne Rezept einfach so in der Apotheke kaufen kann, sind sie nicht völlig risikolos. Das gilt besonders, wenn bereits regelmäßig andere Arzneimittel wie beispielsweise Blutgerinnungshemmer eingenommen werden. Hier sollte man unbedingt den Hausarzt fragen, ob und wenn ja welche Kombinationen am besten verträglich sind. Auch bei der Einnahme von Medikamenten gibt es mehr zu beachten, als man denken mag: „Es klingt banal, aber man sollte Tabletten zum Beispiel unbedingt im Sitzen oder Stehen einnehmen“, sagt Anja Klauke. „Im Liegen besteht nämlich die Gefahr, dass die Tablette mangels Schwerkraft im Halse stecken bleibt und die Schleimhäute verletzt. Ein Medikament ohne Bruchkerbe einfach willkürlich zu zerteilen ist übrigens nicht zielführend, da die Wirkstoffe in den Bruchstücken in der Regel nicht gleichmäßig verteilt sind. Ach ja, und bitte die Tablette zusammen mit einem Glas Wasser statt einem Kölsch einnehmen, denn Alkohol und Arzneimittel vertragen sich bekanntlich nicht so gut. Schöne Karnevalszeit!“  

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder –behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.


Ihr Ansprechpartner: Andreas Aumann, Tel. 030/27909-123, aaumann@bpi.de