„Die Landesregierungen sind nah dran an den Standorten, sehen, was die Unternehmen in Forschung, Entwicklung und Produktion leisten, was sie für die einzelnen Regionen als Arbeitgeber bedeuten. Sie haben den Handlungsbedarf klar erkannt. Nun ist der Bund gefordert, eine praxistaugliche Standortklausel rechtssicher umzusetzen und endlich eine Pharmastrategie vorzulegen, die dauerhaft Planungssicherheit schafft“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen.
Die Standortklausel kann ein wichtiges Signal sein. Sie ist jedoch keine Entlastung im eigentlichen Sinn: Sie kann lediglich verhindern, dass Unternehmen durch einen zusätzlichen Herstellerabschlag noch mehr belastet werden als ohnehin schon. Gerade Unternehmen, die hierzulande forschen, entwickeln, produzieren und Arbeitsplätze sichern, brauchen verlässliche und international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.
Der BPI fordert zudem, patentfreie Arzneimittel grundsätzlich vom zusätzlichen Herstellerabschlag auszunehmen. Insbesondere kleine und spezialisierte Märkte mit niedrigen Absatzmengen, komplexer Herstellung oder eingeschränkter Austauschbarkeit stehen bereits unter erheblichem Preis- und Regulierungsdruck.
„Deutschland braucht eine Pharmastrategie, die Versorgungssicherheit, Innovation und industrielle Wertschöpfung zusammenführt. Die Länder haben hierfür wichtige Impulse gesetzt“, so Joachimsen.
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